Floßdorf: Dorfverschönerung: Floßdorfer gestalten ihren Ort neu

Floßdorf: Dorfverschönerung: Floßdorfer gestalten ihren Ort neu

„Vor vielen Jahren stand in Floßdorf eine stolze Burg“ — mit diesem Satz beginnt nicht nur eine Sage, die der Floßdorfer Hans Frechen in einem alten Heimatkalender fand. Nun schmückt er auch die Transformatorenstation an der Floßdorfer Kirche.

Diese Station war dem Floßdorfer Forum, das sich für die Dorfverschönerung stark macht, schon lange ein Dorn im Auge. Man nahm Verbindung zum EWV auf und erhielt die Erlaubnis und sogar die nötige Farbe, um diese Station zu verschönern.

Die Sage nahm Hans Frechen zum Thema und fertigte einen Entwurf, der allgemein Zustimmung fand. Nun schmückt das Transformatorenhäuschen unter diesem Schriftzug eine Abbildung der Floßdorfer Kirche, einer der Pumpen, eines Straßenzug und natürlich auch dieser Burg. Niemand weiß, ob es sie wirklich gegeben hat. Der Sage nach lebte dort eine hartherzige Burgfrau, die eine arme Mutter mit ihren Kindern, die um Hilfe bat, harsch abwies. Diese Tat sollte sich rächen, denn durch ein Unwetter wurde die Burg dem Erdboden gleich gemacht.

Was Wahrheit und Märchen ist, kann man nicht mehr sagen, allerdings existiert in Floßdorf noch ein Burgberg und genau dort steht die nun in freundlichen Farben neu gestaltete Trafostation. Etliche fleißige Helfer unterstützten Hans Frechen bei der Arbeit, und weil man gleich dabei war, wurde auch das Bushäuschen in der Nachbarschaft neu gestaltet. Die Dorfgemeinschaft nutzte die Gelegenheit, zum Frühjahrsputz auszurücken und die Grünanlagen herzurichten. Da gab es auch Lob von Ortsvorsteher Willi Jumpertz.

(Kr.)
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