Floßdorf: Dorftrödel lockt auch Profis nach Floßdorf

Floßdorf: Dorftrödel lockt auch Profis nach Floßdorf

Der erste dorfweite Trödel mit Hobbykünstlermarkt, initiiert vom „Dorfforum Floßdorf“, schlug höhere Wellen als erwartet.

Bereits während der Heiligen Messe in St. Hermann Josef mit Pfarrer Heinz Philippen zogen die ersten „professionellen Trödler“ durchs Dorf, um sich die besten „Schätzchen“ zu sichern, darunter ein Trödelmarktkenner aus Mönchengladbach, der aus dem Internet von der Aktion erfahren hatte. 22 Trödelmarktstellen im Dorf lockten zu einem Rundgang rund ums Dorfquadrat „Im Vogelsang“, Kleine und Große Straße und Marienstraße, mit Abzweigungen bis in die Burgbergstraße hinein.

Mittelpunkt war das Vereinsheim „Alte Dorfschule“, wo vor allem großformatige gerahmte Stillleben des Floßdorfer Hobbykünstlers Hans Frechen, handgenähte Accessoires und hochwertige Laubsägearbeiten lockten. Gerne tranken die Männer an der Theke ihr Bier, die Frauen waren eher an der Cafeteria anzutreffen. Zudem gab es zu Mittag ein Suppengedeck. Getrödelt wurde in heimischen Höfen, Vorgärten oder Garagen, als Erkennungszeichen wehten an der Einfahrt bunte Luftballons. Dementsprechend groß war das sehenswerte Angebot, das von Babyzubehör über Kleidung für Damen und Herren, Bücher und Schallplatten bis hin zu Musikinstrumenten, massivem Holzwerkzeug und Möbelstücken reichte.

Die Einnahmenüberschüsse des Festes kommen traditionell der Dorfgemeinschaft zugute. Das Floßdorfer „Dorfforum“ trifft sich laut Monika Schumacher seit 2014 monatlich unter Federführung von Cato Hilfert. Eines ihrer Anliegen ist die Wiederbelebung der Kirmes, die einst zweimal jährlich gefeiert wurde.

So initiierte das Dorfforum 2015 und 2016 Pflaumenfeste zur Herbstkirmes und erstmalig den Dorftrödel zur Frühjahrskirmes, die immer zwei Wochen nach Ostern terminiert war. Das Forum kümmert sich auch um den Frühjahrsputz zur Dorfverschönerung und lädt jeden Sommer zum „Tag der offenen Gärten“ ein. Auf sein Konto geht auch die künstlerisch verschönte Transformatorenstation am Burgberg, wo einst eine Burg gestanden haben soll.

Zu den Vereinsaktivitäten ist immer das ganze Dorf mit Neubürgern und Alteingesessenen, Senioren, Vereinsvertretern und Einzelinteressierten eingeladen. „Wir alle sind das Dorf“, ist Vereinsmotto.

(ptj)
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