Linnich: Doppelausstellung im Glasmalereimuseum

Linnich: Doppelausstellung im Glasmalereimuseum

Groß war das Interesse der Kunstfreunde an den beiden neuen Ausstellungen, die zeitgleich im Deutschen Glasmalerei Museum in Linnich eröffnet wurden. Unter dem Titel „Nicht vergessen. Der Nachlass des Glasmalers Erich Feld“ widmet sich das Haus dem 1919 geborenen und 1996 verstorbenen Künstler, der die letzten 25 Jahre seines Lebens vollkommen zurückgezogen in Jülich zubrachte.

Durch den mittlerweile ebenfalls verstorbenen Professor Ludwig Schaffrath gelangte sein umfangreicher Nachlass nach Linnich. Bisher konnte nur ein kleiner Teil dieses Erbes, bestehend aus Zeichnungen, Skizzen, einigen Fotografien, Bildern und Grafiken, aber auch Notizen und Briefe und vieles mehr ausgewertet und gesichtet werden, wofür ein besonderer Dank der Museumsleiterin Dr. Myriam Wierschowski ihrer Mitarbeiterin Christine Wolff galt.

Enorme Schaffenskraft

Vieles ist noch zu tun, doch zunächst einmal gibt die Ausstellung einen Einblick in die enorme Schaffenskraft dieses Künstlers, der die rheinische Glasmalerei entscheidend mitgestaltete. „Erkunden Sie die Ausstellung und Sie werden selbst in den kleinformatigsten Arbeiten einen Eindruck von der enormen Sprengkraft seiner künstlerischen Intensität erfahren“, riet Dr. Wierschowski, die mit Bürgermeister Wolfgang Witkopp die Gäste begrüßte.

Gleichzeitig präsentiert der niederländische Filmemacher Ties Poeth seine Arbeiten. An der neuen Medienstation, die mit Unterstützung des Fördervereins angeschafft werden konnte, sind seine „Trickfilme“ zu betrachten. Außerdem stellte er in Lichtkästen Filmsequenzen dar, die für diese Filme von Hand bearbeitet werden und schon Kunstwerke in sich darstellen.

Stimmungsvoll umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung von dem aus Aleppo stammenden Künstler Hesen Kanjo auf einer orientalischen Zither.

(Kr.)