Jülich: Do it yourself am Brückenkopf: Themengarten umgestaltet

Jülich : Do it yourself am Brückenkopf: Themengarten umgestaltet

Wer den heutigen Brückenkopf-Park als Landesgartenschau kennengelernt hat, dem sind die Themengärten ein Begriff. Sie waren — wie Lindenrondell, napoleonische Festung und Stadtgarten — integraler Bestandtteil der LaGa. Einer dieser Themengärten erstrahlt in neuem Glanz: der etwas versteckt liegende Schachgarten.

Wer dem Hauptweg vom früheren Eingang aus folgt und am entsprechenden Schild nach rechts abbiegt, geht durch mehrere Gartenräume, die jeweils einem Thema gewidmet sind. Der Schachgarten ist der letzte und hat seinen Namen natürlich vom „Spiel der Könige“, das hier unter freiem Himmel im Großformat zu finden ist. Es belegt aber buchstäblich nur eine Ecke der Fläche. Der Weg lohnt sich auch ohne Absicht auf eine Partie, denn durch die Umgestaltung wurde hier ein ruhiger Rückzugsraum mit seniorengerechten Bänken und Tischen, Pergolen, Wasser und natürlich gepflegten Beeten und Hecken geschaffen.

„Das haben wir alles allein hingekriegt“, sagt Park-Geschäftsführerin Dr. Dorothee Esser-Link und lobt das Green-Team der Jülicher Freizeiteinrichtung unter Leitung von Guido Fahlenbock, das hier bis hin zum Mobiliar alles in Eigenregie ertüchtigt, erneuert und gebaut hat. Diese „Do-it-yourself“-Aktion ist Bestandtteil des Pflegekonzeptes der Park GmbH, das der Aufsichtsrat gebilligt hat.

Wie bereits berichtet, sind in dem Konzept eine Spezialisierung auf wenige Bestandtteile der früheren Gartenschau, grundsätzlich einfacher zu pflegende Flächen und punktuelle Umbauten und Neuerungen vorgesehen. Das alles geschieht vor dem Hintergrund, einen verlässlichen Pflegezustand ohne zusätzliches Personal herzustellen, für das die Brückenkopf-Park GmbH schlicht kein Geld hat.

Neben dem städtischen Zuschuss, der auf 600.000 Euro pro Jahr gesunken ist, entscheiden natürlich die Besucherzahlen über Wohl und Wehe der Einrichtung. „Das Frühjahr war nicht gut“, sagte Heinrich Horrig als Chef vom Dienst neulich, wobei die guten äußeren Bedingungen in jüngerer Vergangenheit die Besucherzahlen gleich spürbar haben steigen lassen — zum Glück für den Jülicher Park auch beim Epochenfest an Pfingsten, denn hier hatte er viel zu verlieren.

Der Frühlingsmarkt des externen Veranstalters Junge im Stadtgarten war vor diesem Hintergrund mit fast 5000 Gästen ein Erfolg. Das Unternehmen richtet weitere Spezialveranstaltungen aus: Der zweite „Mädels- und Kindermarkt“ steht am Sonntag, 29. Mai, mit bislang 100 Ausstellern auf dem Plan (Meldeschluss 25. Mai). Es besteht die Möglichkeit, nur diesen Markt im Stadtgarten zu besuchen (3 Euro Eintritt, Kinder bis 14 Jahre frei).

Und Ende Juni wird es auf dem Parkplatz am Lindenrondell beinahe nostalgisch. Denn die Baumesse „Rund ums Haus“ vom 24. bis 26. Juni dürfte konzeptionell mit ihren Zelten stark an die Rheinlandschau erinnern. „Jülich wird angenommen. Wir haben rund 160 Aussteller“, sagte eine Vertreterin von „Junge Märkte“ zur Baumesse am Brückenkopf-Park.