Aldenhoven: Diskussion über Grundschulzuordnung in der Gemeinde Aldenhoven

Aldenhoven: Diskussion über Grundschulzuordnung in der Gemeinde Aldenhoven

Was zunächst als einfache Anpassung einer Rechtsvorschrift an den geänderten Sachverhalt aussah, erwies sich im Zuge der Beratungen dennoch als problematisch.

Es ging in der Sitzung des Schul- und Sozialausschusses in Aldenhoven um die Neufassung der Rechtsverordnung über die Bildung von Schuleinzugsbereichen für die beiden Grundschulen der Gemeinde. Nach der bisherigen Fassung aus dem Jahre 1997 gab es noch die Katholische Grundschule Marienschule, die inzwischen in der Gemeinschaftsgrundschule aufgegangen ist. Die Schulgesetzgebung, die grundsätzlich die freie Schulwahl vorsieht, lässt die Bildung von Schulbezirken zu.

Die Verwaltungsvorlage sah vor, die bisher geregelte Zuordnung der Kinder aus Aldenhoven, Engelsdorf und Niedermerz wie bisher dem Schulbezirk Aldenhoven zuzuordnen und die Schulkinder aus Siersdorf, Dürboslar, Freialdenhoven und Schleiden ebenfalls wie bisher der Johannesschule Siersdorf zuzuteilen.

Schuldezernent Horst Wassenhoven hielt diese Regelung als Lenkungsfunktion für den ländlichen Raum für die Schulraumplanung und die Schülerbeförderung für notwendig sowie für die planmäßige Zuteilung von Lehrkräften. Von verschiedenen Ausschussmitgliedern wurde die damit verbundene Einschränkung der freien Wahl der Schule bemängelt.

Die Leiterinnen der beiden Grundschulen, Esther Josten und Katja Mund, wiesen darauf hin, dass die Schulen hin und wieder ihr Ermessen ausüben und Kinder aus anderen Schulbezirken aufnehmen, auch von außerhalb der Gemeindegrenzen. Das könne zu negativen Verschiebungen der Klassenfrequenzen führen.

Raumkapazitäten begrenzt

Bürgermeister Ralf Claßen warnte vor einer völligen Freigabe, die auch Wanderbewegungen von Jahr zu Jahr zur Folge haben können. „Die Raumkapazitäten setzen uns Grenzen.“

Überdies gelte die kostenfreie Schülerbeförderung nur zur nächstgelegenen Schule. Nicht zuletzt wegen der zurzeit laufenden Anmeldungen der Schulneulinge wurde dem Rat die Bildung der vorgeschlagenen Schulbezirke entsprechend der Verwaltungsvorlage empfohlen. Allerdings wird man sich mit dem Thema noch einmal befassen.

Die Sachstandsberichte zu Kindergärten, Schulen und Jugendeinrichtungen führten zu unterschiedlichen und teils erfreulichen Ergebnissen. Die negative Vorausschau hinsichtlich der Lehrerbesetzung an der Realschule hat sich nicht bewahrheitet.

Die GGS Aldenhoven hofft auf Durchführung einiger notwendiger Investitionen. Bedarf an Kindergartenplätzen gibt es an den gemeindlichen Tagesstätten in Siersdorf und Aldenhoven.

Bürgermeister Claßen berichtete über die Hintergründe der räumlichen Veränderungen der Jugendeinrichtung Siersdorf und deren Umsiedlung ins Kellergeschoss der Kindertagesstätte. Hier werde man Verbesserungen vornehmen, kündigte er an.

(gre)
Mehr von Aachener Zeitung