Boslar: Die unendliche Geschichte der Boslarer Brücke endet

Boslar: Die unendliche Geschichte der Boslarer Brücke endet

Fast gebetsmühlenartig hatte Boslars Ortsvorsteher in Sitzungen des Fachausschusses und des Rates die Frage nach dem Stand in Sachen Brücke Degerstraße in Boslar gestellt. Das marode Bauwerk ist seit über einem Jahr gesperrt. Der Neubau war zwar angekündigt worden, allein die Umsetzung verlor sich in der übergreifenden Behördenstruktur zwischen Stadt, Kreis und Wasserverband Eifel-Rur.

Jetzt ist ein neues Stadium erreicht, das den Boslarern Hoffnung macht. „Wir haben am Dienstag die wasserrechtliche Genehmigung zum Neubau der Brücke vom Kreis erhalten“, zeigte sich Linnichs Beigeordneter Hans-Josef Corsten erleichtert, dass die scheinbar unendliche Geschichte absehbar doch ein Ende hat.

Die Verwaltung habe dem Planungsbüro bereits grünes Licht gegeben, den Brückenneubau planerisch in Angriff zu nehmen.

Nach der Hängepartie wird nun eine schnelle Umsetzung angestrebt. Wenn das Wetter den Arbeiten keinen Strich durch die Rechnung macht, geht Corsten bei ungestörtem Bauverlauf davon aus, „dass die Fertigstellung etwa Ende des ersten Quartals 2018 erfolgt“. Diese Angabe wiederholte der Beigeordnete auf Nachfrage von Ortsvorsteher Manfred Neukirchen in der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag.

Was die behördliche Abstimmung kompliziert hatte, ist die Auslegung der neuen Brücke. Zwar ist der Malefinkbach seit Jahren trocken, könnte aber nach dem Ende Braunkohlenabbaus wieder Wasser führen.