Jülich: Die Tischtennis-Bundesliga ist zurück in Jülich

Jülich : Die Tischtennis-Bundesliga ist zurück in Jülich

Neben der Freude über die Rückkehr in die Tischtennis-Bundesliga zog beim TTC Indeland Jülich auch die Enttäuschung über die Niederlage gegen den TTC Zugbrücke Grenzau in die Nordhalle ein. Auch ein zeitweise enthusiastisches Publikum hatte nicht verhindern können, dass die Gäste mit 3:1 gewannen.

Sportlich verlief die Begegnung nicht nach den Vorstellungen der Verantwortlichen. „Ich hatte gehofft, dass wir eins der beiden ersten Einzel gewinnen würden“, sagte Trainer Miroslav Broda hinterher. Obwohl Dennis Klein gegen Mihai Bobocica als auch Martin Allegro gegen Kirill Gerassimenko durchaus gute erste Sätze gewannen, reichte es am Ende doch nicht. Klein verlor 1:3, Allegro musste sich 2:3 geschlagen geben.

Einzig Robin Devos bezwang nach der Pause Marcelo Aguirre 3:1 und sorgte damit auch dafür, dass der TTC nach dem ersten Spieltag auf dem vorletzten Tabellenplatz rangiert. Die Hoffnung auf einen weiteren Sieg und damit die Premiere der Doppel schwand jedoch, als Klein gegen den hoch favorisierten Gerassimenko an die Platte musste und glatt 0:3 unterlag.

Beschwerderufe aus dem Publikum

„Enttäuschung und der Blick auf realistische Möglichkeiten halten sich die Waage, denn wir standen durchaus zweimal nah an einem Sieg“, erklärte Broda. Der Trainer ärgerte sich ein wenig über die Schiedsrichter, die mehrmals Punktabzüge aussprachen, immer jedoch gegen den TTC. Die Grenzauer Spieler hatten sich nie beschwert.

Beschwerderufe kamen aus dem Publikum, dass die Halle gut gefüllt hatte. Die Tischtennis-Freunde und Fans des TTC kamen auf ihre Kosten. Mit enormem Aufwand musste die Nordhalle bundesligatauglich hergerichtet werden. Und unter der Leitung von Mike Küven hatten die Helfer ganze Arbeit geleistet. „Wir haben sieben Stunden zu Acht gerackert“, gab der TTC-Präsident zu Protokoll. „Aber es hat sich gelohnt, sogar unsere Kameraführung wurde von anderen Klubs gelobt.“

Allein die Installation der vorgeschriebenen Kamera brauchte einige Zeit. Die Werbebanner mussten hoch an der Hallenwand aufgehängt werden, der Innenraum wandelte sich dann zum „Show-Court“ mit besonderer Verkleidung der Spielplatte um.

Einer, der seit Jahren als Tischtennis-Enthusiast viel Freizeit für den TTC opfert, ist Rolf Elbern, der diesesmal als Hallensprechen einsprang. „Ich bin Mädchen für alles“, lachte Elbern, ob an der Kasse oder als Betreuer der Gäste, in Jülich packen alle an. „Der Unterschied zu den anderen Klubs besteht darin, dass wir uns für den Amateurbereich genauso kümmern wie um die Profis.“

Für Rolf Elbern, genauso wie für Mike Küven oder Miroslav Broda gibt es nur die Herausforderung, bei der man zupacken muss. Das Publikum dankte auf seine Weise mit zahlreichem Erscheinen und sehr viel Applaus.

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