Klimanotstand abgelehnt: Die Politiker beim Wort nehmen

Klimanotstand abgelehnt : Die Politiker beim Wort nehmen

Es ist schon komisch. Da kommen diese Grünen und sagen: Alles, was wir in Sachen Klimaschutz bisher in Jülich getan haben, war zu wenig. Und dann fordern sie auch noch, dass künftig jede Entscheidung auf kommunaler Ebene auf Auswirkungen mit Blick auf Klima-, Umwelt- und Artenschutz überprüft werden möge. Als ob wir nicht schon genug tun würden.

Symbolpolitik nennen das Vertreter der Parteien, die schon ein gestörtes Verhältnis zu Jugendlichen haben, die sich erdreisten, freitags die Schule zu schwänzen und die Politik daran zu erinnern, dass es auch ihre Zukunft ist, die sie doch bitteschön stellvertretend gestalten sollen. Der Klimanotstand ist alles andere als Symbolpolitik – er wäre ein Bekenntnis gewesen.

Allerdings, in diesem Punkt haben Bürgermeister und Rat Recht, ein nicht einzuhaltendes. Welches neue Baugebiet, welche neue Straße, welche neue Industrieansiedlung will man dann noch beschließen? Jülich muss sich weiter entwickeln – so klimaschonend wie irgend möglich. Gescheitert sind die Grünen mit ihrem Antrag dennoch nicht. Alle Parteien haben sich beeilt zu erklären, möglichst schnell konkrete Maßnahmen zu beschließen. Nicht nur die Grünen sollten sie beim Wort nehmen.

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