Kofferen: Die Majestäten des Dekanats Linnich stehen fest

Kofferen : Die Majestäten des Dekanats Linnich stehen fest

Spannung lag in der Luft bei den Schießwettkämpfen um die Dekanatsmajestätenwürde 2018/2019 im gut gefüllten Schützenhaus Kofferen. Ausrichter der Wettkämpfe im Dekanatsschützenverband Linnich war die St.- Margaretha-Schützenbruderschaft aus Koffern, Schirmherr der Kofferaner Helmut Heidelberg. Kräftiger Applaus belohnte die Verkündigung der jeweiligen Dekanatsmajestät durch Dekanatsbundesmeister Achim Karlowicz.

Unter sieben Bewerbern siegte mit 29 Ringen Stefan Huppertz von St.-Lambertus Tetz; er darf das Dekanat fortan als König repräsentieren. Warum er einen schicken Anzug trägt anstelle einer grünen Uniform wie seine Schützenbrüder, lautete die am häufigsten gestellte Frage an diesem Abend. Antwort: „Ich bin kein Uniformträger, auch das gibt es.“

Den Titel des Dekanatsprinzen sicherte sich unter fünf Bewerbern mit 26 Ringen Dennis Freialdenhoven. Auch der Schülerprinzentitel ging an einen Wettstreiter aus Kofferen: Réné Weinberger sicherte sich mit nur 17 Ringen unter zwei Bewerbern den Titel.

„Bei diesem Fest können wir den Zusammenhalt der Schützen demonstrieren“, sagte Karlowicz. „Dieser Zusammenhalt wird immer wichtiger, denn wir erleben in der heutigen Zeit eine zunehmende Anonymisierung. Nur das Beste und das Angenehmste aus den vielfältigen Angeboten wird wahrgenommen. Verpflichtungen für andere Mitbürger durch die Ausübung von Ehrenämtern möchte keiner mehr übernehmen“, setzte er nach und brachte damit den schweren Stand nahezu aller Traditionsvereine auf den Punkt.

In dieselbe Kerbe schlug auch der Kofferaner Alex Bongartz, Präsident der gastgebenden St.-Margaretha-Schützenbruderschaft. „Deshalb bitten wir insbesondere die Kofferaner, uns nicht im Stich zu lassen, damit die St.-Margaretha-Kirmes ‚Zemegrieht‘ noch eine Zukunft hat“.

Das Dekanatsschützenfest wird vom 7. bis 10. Juli gemeinsam mit der Kirmes in Kofferen gefeiert. Dekanatspräses Pfarrer Konrad Barisch geht noch einen Schritt weiter und hinterfragt Sinn, Inhalt und Aufgaben einer heutigen Schützenbruderschaft, etwa: „Was ist unser Leitbild? Wo ist unsere geistliche Heimat?“

Den Schießwettkämpfen um die Majestätenwürde waren jene um die Dekanatspokale vorausgegangen. Pokalsieger unter den drei wettstreitenden Schülerprinzen wurde Lukas Rudolph von St. Gereon, Gereonsweiler mit 52 Schuss. Als Prinzessin setzte sich Vanessa Rix aus derselben Bruderschaft mit 49 Schuss durch. Als Königspartnerin siegte unter fünf Bewerbern Nicole Remarque von St. Pankratius Rurdorf mit 126 Schuss. Unter sechs Königen gewann Leonhard Steffens von St. Hubertus Gevenich mit 50 Schuss. 17 „Ü 50“-Bewerber wetteiferten, Sieger wurde Rufus Lauenburger von St. Margaretha Koffern mit dem 136. Schuss.

(ptj)
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