Jülich: Die Linke Jülich: Auch Ratsherr verlässt die Partei

Jülich: Die Linke Jülich: Auch Ratsherr verlässt die Partei

Ein schon seit Jahren schwelender Streit hat jetzt massive Konsequenzen für die Partei Die Linke in Jülich. Am Sonntag erklärte auch Siegfried Faust, Einzelkämpfer der Linken im Stadtrat, seinen Austritt, wie er unserer Zeitung berichtete. Zuvor schon haben laut Faust der Sprecher der Jülicher Linken, Paul Nelles, und alle Aktiven der Partei den Rücken gekehrt.

Hintergrund ist ein Streit der Jülicher Mitglieder mit dem Kreisverband Düren, so Faust. Diskrepanzen zwischen Düren und Jülich seien bei den meisten Parteien festzustellen, „bei der Partei Die Linke war das aber überdimensional ausgeprägt“. Alle wichtigen Positionen im Kreisverband würden nur von Dürener Mitgliedern besetzt. Der Stadtverband Jülich sei vom Kreisverband Düren schlicht ignoriert und intern als „untätig diffamiert“ worden.

Nachdem der neugewählte Landesverband trotz mehrfacher Bitten nicht nach einer Konfliktlösung gesucht habe, sei der jetzige Schritt ohne Alternative. Der Austritt ist Faust nicht leicht gefallen, weil er „die Partei in Jülich mit aufgebaut“ habe. Er wird sein Mandat nun als Fraktionsloser wahrnehmen. Eine Rückgabe an Die Linke sei theoretisch gar nicht möglich, da alle Nachrücker auf der Reserveliste ebenfalls ausgetreten seien.

(-vpu-)
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