„Gold-Race“ Jülich: Die Liebe zum historischen Automobil

„Gold-Race“ Jülich : Die Liebe zum historischen Automobil

Das „Gold-Race“ ist eine der größten Oldtimer-Veranstaltungen in der Euregio und erfreut sich großer Beliebtheit. Veranstalter war der MSC Huchem-Stammeln, die beiden Rallyespezialisten Willy Wilms und Peter Beckers und ihr Team waren für die Durchführung verantwortlich.

Am frühen Morgen versammelten sich die fast 100 Teilnehmer in der Zitadelle und erhielten ihre Unterlagen, darunter die Bordkarte, auf der geleistete Sonderprüfungen, Sollzeitfahrten und Gleichmäßigkeitsprüfungen vermerkt wurden.

Moderator Mike Gries und der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Gunia eröffneten die Oldtimerveranstaltung am Grünen Haus in Jülich. Mit vielen Details zu Alter, Herkunft und Technik wurden dort die teilnehmenden Fahrzeuge und Teams vorgestellt. Viele Teilnehmer kamen aus der Jülicher Region und der Euregio. Einige waren aber auch weit angereist, zum Beispiel aus Darmstadt und dem Ruhrgebiet. Der älteste Teilnehmer war 75, der jüngste zehn Jahre. Bei den Autos waren verschiedene Modelle zu bewundern. Das älteste Auto war ein Fiat Topolino C von 1952. Große Marken und großartige Modelle von Jaguar, Triumph, Alfa Romeo, Mercedes, Audi, VW, Ford und vielen anderen folgten. Die ältere Generation unter den Zuschauern konnte beim Betrachten der liebevoll gepflegt und restaurierten Traumautos aus Jugendzeiten in Erinnerungen schwelgen.

Im Minutentakt winkte Wolfgang Gunia zum Start auf die Strecke, die zunächst Richtung Selfkant und dann weiter in die Niederlande führte. Vom idyllischen Kloster Witten ging es durch malerische Ort­schaften wieder dem Ziel entgegen. Knappe Fahrzeiten, anspruchsvolle Aufgabenstellungen und schwierige Orientierungsansprüche machten die Rallye nicht gerade zum Kinderspiel. Zum Glück spielte das Wetter einigermaßen mit, was vor allem den Cabrio Fahrern zu Gute kam.

Für den Bereich „Touristik“ wurden Sonderaufgaben gestellt, um die Strecke interessanter zu machen, die anspruchsvollste Kategorie ist „Sport“. Den Siegern winkten nach glücklicher Heimkehr Pokale, die beim Ausklang in der Zitadelle vergeben wurden.

Fast 100 bunt lackierte Wagen trafen sich an der Zitadelle in Jülich. Foto: Wolfgang Emde

Die Veranstaltung unterstützte die Benefiz-Aktion „Lichtblicke“, die auf dem Marktplatz von einem Leierkastenmann musikalisch vertreten wurde. Die vielen in strahlenden Farben lackierten Autos boten ein prächtiges Bild im Herzen der Stadt, es herrschte Volksfeststimmung. Die Gastronomen aus dem erweiterten Umfeld des Platzes sprachen von einem Gewinn für die Stadt.

Beifahrerin Katrin Saniter-Hann und Jason Hann aus Titz bewältigten die Strecke mit ihrem Saab 900 II. „Die Fahrt hat unglaublichen Spaß gemacht. Obwohl wir aus der Gegend sind, haben wir Ecken gefunden, die wir noch nie gesehen haben. Abwechslungsreiche Landschaft, idyllische Dörfer und Schlösschen wechselten sich ab. Die Aufgaben waren sauber gestellt und die Wegführung zielweisend.“

Auch Marga und Friedel Güldenberg aus Eschweiler mit ihrem Morgan Plus 8 berichteten: „Die Strecke war sehr interessant. Wir hatten erfreulicherweise keine Staus, es gab kein Warten bei den Sonderprüfungen. Bei der Organisation passte alles. Sogar die vorgegebenen Zeiten waren ausreichend.“ Das älteste Fahrzeug der Rallye wurde von Frank Derix und seiner Beifahrerin Marita Ullrich aus Eschweiler sicher ins Ziel gebracht. Frank Derix erzählte: “Seit fünf Jahren besitze ich dieses Auto. Es war Liebe auf den ersten Blick.“

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