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Aldenhoven: Die letzte Ordensfrau verlässt Aldenhoven

Aldenhoven : Die letzte Ordensfrau verlässt Aldenhoven

Wenn Schwester Sabina OP Anfang Juni die Aldenhovener Niederlassung der Dominikanerinnen von Bethanien verlässt, dann endet damit auch eine 19-jährige Präsenz der Ordensgemeinschaft in der Martinusgemeinde.

Als 1988 vom Waldnieler Ordenshaus das bisher von den Franziskanerinnen geführte Haus in Aldenhoven übernommen wurde, galt auch hier für die drei Ordensfrauen der Wahlspruch „Hoffen gegen alle Hoffnung”.

Mit den Schwestern Helene, Sofia und Sabina wurde das traditionsreiche Gebäude an der Dietrich-Mülfahrt-Straße für einen neuen Aufgabenbereich ausgerichtet: „Da sein für alle, offen sein für jeden und dann von Tag zu Tag sehen, wo Menschen sind, die Hilfe benötigen!”

Auch der Aachener Bischof Klaus Hemmerle drückte in seinem Glückwunsch die Hoffnung aus, „dass dieses Haus des gelebten Glaubens segensreich für Aldenhoven sein möge”.

An all diese zuversichtlichen Bekundungen erinnert sich heute Schwester Sabina, wenn sie auf die vielen Jahre „eines segensreichen Wirkens” in Aldenhoven zurück blickt. „Aldenhoven ist für mich zur zweiten Heimat geworden.” Sie verweist auf viele Freundschaften und persönliche Beziehungen, in denen sie sich „von Anfang an geborgen fühlte”.

Es waren aber auch die Aufgaben in der Altenbetreuung, im liturgischen Dienst, in der Gestaltung von Gebetsgottesdiensten, in den vielen Besuchen vor allem bei älteren Menschen bis hin zur Kontaktpflege in den Familien, die immer wieder zu neuen Bindungen führten.

„Für mich geht mit dem Abschied von Aldenhoven ein Stück meiner Lebensgeschichte zu Ende”, bekennt Schwester Sabina. Die Martinusgemeinde verabschiedet Schwester Sabina und damit auch die Zweigniederlassung der Dominikanerinnen in Aldenhoven mit einem Festgottesdienst am Sonntag, 3. Juni, um 11 Uhr in der Wallfahrtskirche.