Aldenhoven: Die GAL lehnt einen dritten Standort ab

Aldenhoven : Die GAL lehnt einen dritten Standort ab

Es sei fraglich, ob die Jahrgangsstufe 8 im übernächsten Schuljahr in Aldenhoven unterrichtet werden könne, bekannte Bürgermeister Ralf Claßen auf der jüngsten Sitzung des Schul- und Sozialausschusses, bei der er in Sachen Entwicklung des Schulstandortes Aldenhoven einen kurzen Zwischenbericht gab.

So gab die Leiterin der Gesamtschule Aldenhoven-Linnich (GAL), Petra Cousin, zu den im Gemeinderat vorgestellten Alternativen zu verstehen, dass ein dritter Standort — etwa für die externe Unterbringung der Stufe 8 — „aus organisatorischen Gründen nicht machbar“ sei.

Claßen hatte zuvor die Ausführungen zur pädagogischen Raumplanung zusammengefasst, die der Schulbauplaner Walter Heilmann im Hauptausschuss vorgestellt hatte. „Das kann eine gute Methode sein“, zeigte sich der Bürgermeister angetan von dem Ansatz des Planers und kündigte einen Vorschlag der Verwaltung für die kommenden Ratssitzung an, wie die Gemeinde die Entwicklung des Schulstandortes vorantreiben sollte.

Als der Ausschussvorsitzende Georg Krapp (CDU) nach dem ungefähren Zeitfenster fragte, verwies der Bürgermeister auf die noch ungeklärte Frage, wie die Gemeinde hier weiter verfahren möchte.

Etwas klarer sind dagegen die voraussichtlichen Schülerzahlen und die Klassenbildung im Schuljahr 2018/19, die unter Vorbehalt genannt wurden, da es durch Zu- und Wegzüge noch zu Änderungen kommen kann.

Im Primarbereich werden in der Gemeinde insgesamt 515 Mädchen und Jungen unterrichtet; 208 Schülerinnen und Schüler in der Johannesschule Siersdorf, die über insgesamt acht Klassen verfügt. 307 Schülerinen und Schüler besuchen die Gemeinschaftsgrundschule Aldenhoven und verteilen sich auf 13 Klassen.

Aufgrund der steigenden Geburtenzahlen und wegen möglicher Zuzüge wird im Aldenhovener Rathaus eine mögliche Umverteilung der Schuleinzugsbereiche überlegt. So wäre beispielsweise durch eine Beschulung der Schülerinnen und Schüler aus Dürboslar in Aldenhoven eine gleichmäßigere Klassenstärke in der Eingangsstufe beider Grundschulen zu erreichen. „Mittelfristig könnte das passieren“, kündigte Horst Wasserhoven aus der Schulverwaltung an.

Von den drei weiterführenden Schulen werden insgesamt 656 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Die auslaufende Haupt- (47) und Realschule (43) verfügen jeweils über zwei Klassen in der Jahrgangsstufe 10. Die GAL kommt auf 323 Pennäler in Aldenhoven, die sich auf zwölf Klassen verteilen. Neun Klassen mit insgesamt 247 Schülerinnen und Schülern werden in Linnich unterrichtet. Offen ist dagegen noch die Zahl der Rückläufer aus anderen weiterführenden Schulen, etwa Gymnasien, die nur schwer zu schätzen ist.

(ahw)
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