Linnich: Die Freifunk-Idee fällt in Linnich auf fruchtbaren Boden

Linnich: Die Freifunk-Idee fällt in Linnich auf fruchtbaren Boden

In der Jülicher Innenstadt funkt‘s schon ganz gut, und nun will auch Linnich ein frei zugängliches WLAN zur Verfügung stellen.

Der Partner, der sich dazu anbietet, ist der Verein Freifunk Rheinland, dessen Aachener Community vor dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt erläuterte, wie das Freifunk-System funktioniert. Technisch ist der öffentlich Zugang zum Internet kein Problem.

Spezielle Router im öffentlichen Raum, etwa in Gaststätten oder im Grunde jeder Lokalität mit Stromanschluss stellen unabhängig von den privaten Netzwerken eine Verbindung zu einem Freifunk Rheinland-Server her. Der Aufsteller solcher Router ist damit nicht mehr haftbar zu machen für einen eventuellen Missbrauch seitens des Nutzer. Die Netzwerk-Adresse, die berühmte IP-Nummer, über die (missbräuchliche) Nutzung bis zum Ursprungsnetz zurückverfolgt werden kann, ist nicht mehr die des Geräteaufstellers, sondern die von Freifunk Rheinland.

Da sich mehrere Router verbinden können, erhöht sich der Abdeckungsbereich, in dem man freien Zugang zur digitalen Datenwelt erhält. Die Kosten für die notwendige Hardware halten sich in Grenzen. Die beim Verein Freifunk Rheinland erhältlichen Geräte kosten zwischen 15 Euro und über 100 Euro, je nach Leistungsfähigkeit.

Der Ausschuss folgte nach kurzer Diskussion dem Antrag, den die CDU- sowie die FDP/Piraten-Fraktion gemeinsam gestellt hatten. Generell unterstützt die Stadt Linnich die Gründung einer Freifunk-Gruppe in Linnich. Die Verwaltung macht über eine Informationsveranstaltung Multiplikatoren wie Stadtmarketingverein und Werbegemeinschaft sowie Museumsleitungen und andere mit dem Freifunk-Konzept vertraut. Die Stadt selbst wird aber selbst aktiv und setzt testweise die Freifunk-Hardware ein. Ausgewählte Standorte könnten Rathaus, Bürgerbüro, Hallenbad oder Asylbewerberunterkunft sein.

„Das ist eine sehr charmante Idee: Die Stadt gibt den Impuls, und die Bürger machen mit“, befand CDU-Sprecherin Katharina Adams.

Ein weißer Fleck auf der Landkarte des öffentlich zugänglichen WLAN ist Linnich übrigens nicht mehr. Die ersten vier Verbindungsknoten sind bereits geknüpft.

(ojo)