Nostalgie und moderne Rhythmen: Die Band Bye Mon Ami überzeugt mit poppigen Klängen im KuBa

Nostalgie und moderne Rhythmen : Die Band Bye Mon Ami überzeugt mit poppigen Klängen im KuBa

Ganz neue Klänge zogen mit Bye Mon Ami in den Kulturbahnhof ein. Sie sind clean, poppig und erinnern mitunter an die 80er Jahre. Auch wenn viel davon, was auf der Bühne passiert, elektronisch klingt, ist alles handgemacht.

Die Gruppe aus Bonn besteht aus Florian Engels am Keyboard, Schlagzeuger Jan Palkoska, Rene Grandjean am Bass und der australischen Sängerin Louise Machatsch.

Das Konzert fand für einen wohltätigen Zweck statt und kam dem Verein „MenschSein“ zugute. Als Vertreter war Ingo Mülstroh anwesend. Er bedankte sich bei der Band und den Anwesenden und machte auf den Verein aufmerksam, der sich für die Unterstützung der Seniorenhilfe einsetzt. Es sei ihnen wichtig, Senioren zu helfen, ab und zu aus ihrem Alltag zu fliehen und Ausflüge und Freizeitaktivitäten zu unternehmen.

Die Band Bye Mon Ami hatte sich, damals noch ohne Louise, vor zwei Jahren in Bonn zusammengefunden. Sofort begannen sie, Songs zu schreiben und zu arrangieren. „Wir wollten das mal anders machen“, erklärt Jan Palkoska. Damit meint er: Nicht halbherzig im Probenraum jammen, sondern gleich loslegen. So waren die ersten Songs schon fertig, bevor die Gruppe eine Sängerin hatte. „Louise hat der Himmel geschickt“, sagt Rene Granjean und lacht. „Wir klingen mit ihr moderner“. Die Australierin zog unverhofft aus Sydney nach Bonn und komplettierte schließlich Bye Mon Ami. Ihre Stimme ist weich, mittelhoch und fügt sich angenehm in die Popsongs ein, die viele Anwesenden im KuBa zum ausgelassem Tanzen brachten. Die Gruppe kam mit ihrem frischen Wind gut an. Manche Besucher kannten die Gruppe bereits, viele waren einfach „auf gut Glück“ gekommen und sofort begeistert. Auch Cupfull Swill, die den Support spielten, waren ein Publikumsliebling. Mit ihren irisch klingenden Liedern brachten sie den Kulturbahnhof zum Schunkeln und Mitklatschen.

Die Songs von Bye Mon Ami denken sich Florian und Louise gemeinsam aus. Mal sei eine Nummer mehr aus ihrer, mal aus seiner Feder geflossen, erzählen sie. Dann treffe sich die ganze Gruppe zum Arrangieren. Dabei nehmen sie es genau. Manchmal würden anfangs noch gar keine Instrumente ausgepackt, erzählte Schlagzeuger Jan. Zusammen geprobt und an den Songs gefeilt werde erst, wenn die Struktur stehe.

Auf diese Weise sind mittlerweile mehrere Stücke entstanden, die am Freitag, 20. September, veröffentlicht werden.

Zuhörer überzeugt

Im Kulturbahnhof brachte die Band Bye Mon Ami mit leichter 80er-Nostalgie und modernen Rhythmen eine lockere Stimmung und überzeugte die Zuhörer. Das war spätestens dann klar, als die Musiker erst nach der zweiten Zugabe in den wohlverdienten Feierabend entlassen wurden.

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