Müntz: Die Arche Noah rettet in Müntz Kuscheltiere

Müntz: Die Arche Noah rettet in Müntz Kuscheltiere

„Was ist los, Noah, sag, was hast du gesehen”, ertönte in der voll besetzten Müntzer Pfarrkirche wohlklingender Kindergesang. Die Mädchen und Jungen der katholischen Kindertagesstätte St. Peter, unlängst mit der Felix-Plakette des Deutschen Sängerbundes ausgezeichnet, führten das Kindermusical „Die Arche Noah” auf - von reichlich Szenenapplaus unterbrochen.

Der kleine Noah im weißen Gewand „benahm sich recht seltsam. Die ganze Zeit schien er mit sich selbst zu reden”, las Erzieherin Leni Hecker vor. Wie aus der biblischen Geschichte im Buch Genesis bekannt, hatte Gott ihm befohlen, eine Arche zu bauen. Noah wusste: „Es wird eine gewaltige Flut geben”.

So zeichnete er den Entwurf der Arche, die Kinder deuteten singend deren Bau auf einem Holzgestell an. Im Musical erfuhr der Zuhörer: „Die Menschen haben auf die Welt nicht aufgepasst, aber wir werden sie retten”. Die Kinder rissen schwarze Tücher von einer stilisierten Papparche mit vier Bullaugen - das Steuerhaus stand auf dem Altar - und luden singend ein: „Noah hat das Boot gebaut. Wer Gott vertraut... Steigt ein”.

Im Mittelgang der Kirche ruhte eine große schmale Form, einer Mumie gleich in Tuch gehüllt, deren Geheimnis gelüftet wurde: Sie verbarg viele süße Kuscheltiere. Eifrig brachten die Aufführenden die Tiere an Bord, um deren Fortbestand zu sichern. Schließlich nahmen Kinder und Erzieherinnen in der Arche Platz, für vierzig Tage und vierzig Nächte, als die Wassermassen die Erde überfluteten. Dann ließ Noah einen Raben und später eine Taube fliegen, die entsprechend verkleideten Kinder liefen durchs Gotteshaus. Als die Taube einen Zweig zur Arche brachte, war die Freude groß: „Das Land ist gerettet, die Tiere sind gerettet. Kommt heraus”.

Zeichen für Gottes Versprechen, nie wieder eine Flut dieses Ausmaßes über die Erde kommen zu lassen, war ein Regenbogen in den Wolken. Unter einem Schirm in allen Regenbogenfarben sangen die Kinder: „Ein bunter Regenbogen ist übers Land gezogen. Damit ihrs alle wisst, dass Gott uns nicht vergisst”.

Begleitet wurde die Aufführung von den Eltern der Kindergartenkinder mit Flöten, Bass, Keyboard und Trommel: Marion Esser, Birgit Dujardin, Sonja und Stefan Vaehsen und Simone Grun. Auf das „ganz dicke Lob an unserer Kinder” folgte begeisterter Applaus der Kirchenbesucher.