Inden: Die „AnziehBar“ ist eine gute Adresse für junge Mütter

Inden: Die „AnziehBar“ ist eine gute Adresse für junge Mütter

Neun Kinder aus Flüchtlingsfamilien erblickten 2016 und 2017 in der Gemeinde Inden das Licht der Welt. Der Asylkreis Inden und der Baby-Begrüßungsdienst des Kreises Düren feierten das jüngst in der „AnziehBar“, Rathausstraße 7, mit den Familien der neuen Erdenbewohner aus Albanien, Armenien, Äthiopien, Eritrea, Russland, Syrien und Tadschikistan.

Als Willkommensgeschenk erhielten die Familien eine vollgepackte Tasche mit Stofftieren für die Kleinen und einen Gutschein für das Schwimmbad „Monte Mare“ in Kreuzau sowie allgemeine Informationen darüber, was etwa im Krankheitsfall des Kindes zu tun ist.

Offene Teestube

„Ich bin sehr dankbar. Die Informationen helfen mir hoffentlich“, sagte Esra Alkali, die Anfang 2016 aus Syrien geflüchtet ist und heute mit ihren beiden Töchtern in Inden lebt. In der „AnziehBAR“ gibt es täglich Angebote für geflüchtete Menschen, die in der Gemeinde Inden wohnen. So können Frauen mit ihren Kindern jeden Dienstag und Donnerstag einen Deutschkurs belegen, samstags gibt es ein Angebot zur Lernförderung für Schülerinnen und Schüler. In Zukunft soll dreimal pro Woche eine „offene Teestube“ stattfinden.

Darüber hinaus erhalten die Neuankömmlinge in der „AnziehBAR“ eine Erstausstattung an Kleidung und können jederzeit vor Ort beraten werden. „Wir sind die erste Anlaufstelle für sie und können so Kontaktängste abbauen“, sagte Reiner Lövenich, Leiter des Asylkreises, „unser Ziel ist, dass deutsche- und Flüchtlingsfamilien in Kontakt kommen, sich so kennenlernen und Vertrauen aufbauen.“ Insgesamt leben in der Gemeinde Inden derzeit etwa 153 geflüchtete Menschen. Die meisten von ihnen kommen aus Syrien (40).

(nze)
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