Jülich: Die Aldenhovener Platte aus botanischer Sicht

Jülich: Die Aldenhovener Platte aus botanischer Sicht

Im Rahmen des „Mittwochsclubs“ findet in der Schlosskapelle der Zitadelle Jülich ein weiterer Vortrag statt. Dr. Jutta Meurers-Balke (Köln) referiert am Mittwoch, 30. April, um 19.30 Uhr über das Thema: „Pflanzen erzählen Geschichte(n) — Die Aldenhovener Platte aus archäobotanischer Sicht“.

Seit 2010 veranstaltet der Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. gemeinsam mit dem Museum Zitadelle Jülich und dem Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln eine Vortragsreihe zum Thema „Wissenschaft im Wandel der Zeit: 50 Jahre archäologische Forschung auf der Aldenhovener Platte“.

Im Mittelpunkt steht ein Rückblick auf die Forschungsgeschichte und eine Bilanzierung des Forschungsstandes. Gleichzeitig sollen Perspektiven für die Archäologie im Tagebau aufgezeigt werden. Ziel ist es, die Archäologie der weltbekannten Aldenhovener Platte mit ihren teilweise spektakulären Ergebnissen wieder mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Pflanzenreste auf archäologischen Ausgrabungen sind ebenso wie Steingeräte, Keramikscherben und Trachtbestandteile archäologische Funde, mit denen sich eine spezielle Forschungsrichtung, die Archäobotanik, beschäftigt. Bereits seit den 1960er Jahren hat Karl-Heinz Knörzer die Pflanzenreste von den Ausgrabungen auf der Aldenhovener Platte untersucht und wichtige Erkenntnisse zur Landwirtschaft und den angebauten Kulturpflanzen gewinnen können.

Auf welche Weise sich die Lössbörden von einer kaum vom Menschen beeinflussten Naturlandschaft allmählich in einer Kulturlandschaft veränderten, vermitteln die Untersuchungen von Blütenstaub (Pollenanalyse).

Der Vortrag gewährt einen Einblick in die Fragestellungen und Methoden, zeichnet die Forschungsgeschichte nach und beschäftigt sich mit den aktuellen Forschungsfragen der Archäobotanik. Zum Vortrag sind Interessierte herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei!

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