Jahresprogramm vom Geschichtsverein: Der Zweite Weltkrieg rückt 2020 ins Blickfeld

Jahresprogramm vom Geschichtsverein : Der Zweite Weltkrieg rückt 2020 ins Blickfeld

Die kooperierenden Geschichtsvereine aus Jülich und Opladen geben einen Überblick zum Jahresprogramm. Als neue Themenfelder werden 2020 die Bedeutung des Zweiten Weltkrieges und die sich wandelnde Rolle diverser Städte aufgegriffen.

„Man könnte das ganze Jahr mit uns verbringen“, schmunzelte Guido von Büren, Vorsitzender des Jülicher Geschichtsvereins (JGV), anlässlich des seit rund 30 Jahren traditionellen Rück- und Ausblicks „zwischen den Jahren“ im Turmzimmer des Hexentores. Seit elf Jahren nehmen Mitglieder des kooperierenden Opladener Geschichtsvereins (OGV) an dem Termin teil.

Lohnende Mitgliedschaft

Für Vereinsangehörige lohnte die Mitgliedschaft im ablaufenden Jahr besonders, denn sie wurden mit den Publikationen „Kriegsenden in europäischen Heimaten“, „Villa Buth – Zwischenstation zum Holocaust“, den Jülicher Geschichtsblättern und dem neuen Jahreskalender mit Motiven zu „Antwerpener Retabeln im Jülicher Land“ belohnt. Alle behandelten Themen wurden mit Ausstellungen, Exkursionen, Führungen, Studienreisen und Publikationen in Jülich und Opladen begleitet. Fortgeführt werden 2020 die Schwerpunkte „Marksteine deutscher Geschichte aus rheinischer Perspektive“, Folgen und Nachwirkungen des Ersten Weltkrieges und das Wirken des Deutschen Ordens im Rheinland. Ein Beispiel zu letzterem ist eine ganztägige Fachtagung am 16. Mai in Siersdorf. Wie gewohnt schlagen sich die Ergebnisse in den „Jülicher Forschungen“ und der „Montanus“-Reihe nieder. Abgerundet wird das Feld durch ein besonderes Konzert des Sidonia-Ensembles, geleitet von Kerry Jago, mit geistlichen Motetten im Wechselspiel mit liturgischen Gesängen aus der ehemaligen Deutschordens-Kommende Siersdorf. Laut von Büren stammt das Chorbuch aus dem Privatbesitz des letzten Kantors der Kommende, der die gregorianischen Messen zu besonderen liturgischen Anlässen aus dem Gedächtnis heraus niederschrieb, eine „ganz tolle Quelle“. Im Bereich Leverkusen wird das Konzert am folgenden Tag in einer der drei Kapellen des Deutschordens gespielt.

Als neue Themenfelder werden 2020 die Bedeutung des Zweiten Weltkrieges und die sich wandelnde Rolle diverser Städte aufgegriffen. Eine detaillierte Sicht in alle Veranstaltungen bieten ein „Rundum-Sorglos-Programm“ im Flyerformat und ein Reiseführer des Leverkusener Reisebüros Herwig.

Fahrt zum Beethoven-Jubiläum

Die erste der vier geplanten Studienreisen musste aus organisatorischen Gründen storniert werden, nämlich die „Faszination Stadt“ nach Braunschweig, Magdeburg und Stadthagen vom 24. bis 26. Januar. Es bleiben drei Studienfahrten und drei Tagesfahrten, zusätzlich zu Aktionstagen, Ausstellungen, Börsen, Halbtagsexkursionen, Podiumsdiskussionen, Workshops und Vorträgen. Die erste Fahrt führt am 25. April zur Beethoven-Jubiläumsausstellung nach Bonn. Die 500-jährige Industriekultur in Sachsen ist Thema einer Studienfahrt vom 10. bis 14. Juni nach Crimmitschau, Chemnitz, Freiberg und Augustusburg, Zwickau und Oelsnitz. Auf den Spuren der Römer an der Mosel wandern die Teilnehmenden vom 17. bis 19. Juni nach Nettersheim, Erden und Traben-Trarbach. Die bergischen Städte Gräfrath und Lennep werden am 29. August in Augenschein genommen. Städte und Klöster der „Glaubenswelten in Süddeutschland“ sind Reisethema vom 30. September bis 4. Oktober nach Friedberg, Aichach und Augsburg, Konstanz, Reichenau und Bad Schussenried. Geschichte vor Ort bietet erneut die letzte Tagesfahrt am 24. Oktober zur Dürer-Ausstellung nach Aachen. Hier schließt sich zudem der Kreis zum Kalender-Thema „Antwerpener Retabel“, auf deren Gestaltung Albrecht Dürer maßgeblichen Einfluss hatte.

Radtour des JGV auch 2020

Als „Mini-Highlight 2019“ bezeichnete Geschäftsführer Michael Greve die Radtour des JGV nach Kirchberg, Bourheim und Linzenich, an der im zweiten Veranstaltungsjahr 70 Radler teilnahmen. Die nächste Tour führt Interessierte am 15. Juli zu Burgen und Schlössern in Broich und Barmen. Besondere Erwähnung verdient im Rahmen der Kino-Kooperation mit dem Kulturbahnhof Jülich der Filmabend am 22. Januar mit dem Dokumentarfilm über den ersten Weltkrieg „They shall not grow old“. Regisseur Peter Jackson restaurierte historisches Filmmaterial unter Verwendung modernster Technik, kolorierte und konvertierte sie mittels 3D-Technologie.

Anmeldungen erfolgen jeweils über die Internetseiten der beiden Vereine (www.juelich-gv.de und www.ogv-leverkusen.de) oder über das Reisebüro Herweg (www.derpart.com/herweg).

(ptj)