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Jülich: Der Zoo im Brückenkop-Park lädt zum „Infotag des Wolfes“ ein

Jülich : Der Zoo im Brückenkop-Park lädt zum „Infotag des Wolfes“ ein

Mit dem Projekt „Willkommen Wolf“ begleitet der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) seit 2005 die Rückkehr des Beutegreifers nach Deutschland. Um Ängste und Sorgen in der Bevölkerung abzubauen und um mehr Akzeptanz für den Wolf zu werben, hat der Nabu den 30. April zum „Tag des Wolfes“ ausgerufen.

Einen Tag später, am Dienstag, 1. Mai, kann im Jülicher Brückenkopf-Park ab 11 Uhr der „Infotag des Wolfes“ besucht werden, wo der Nabu ebenfalls mit einem Informations-Stand im zentralen Zoobereich vertreten sein wird, wo die Experten Wissenswertes zum „Wolf-Erwartungsland“ NRW vermitteln werden. Jüngere Besucher haben an dem Stand Gelegenheit, mit kleinen Stempeln „Wolfsspuren“ aufs Papier zu bringen oder sich über das Leben der vor rund 100 Jahren hier ausgerottetten Tierart zu informieren.

Wer „Meister Isegrim“ selbst auf die Pfoten schauen möchte, hat dazu ebenfalls im Park Gelegenheit, denn der Brückenkopf-Zoo verfügt über ein rund 6500 Quadratmeter großes Wolfsgehege, in dem sich drei Polarwölfe tummeln — die beiden dreijährigen Weibchen Cita und Tobi sowie seit vergangenen November Rüde Wolfgang, der im Mai ein Jahr alt wird. Die Tiere pflegen einen sehr freundschaftlichen Umgang miteinander, so dass die Erwartungen berechtigt erscheinen, dass Wolfgang nach Erreichen der Geschlechtsreife für Nachkommen sorgen wird.

Tierpfleger Henri Fischer, der den Info-Tag seitens des Zoos betreut, wird am Dienstag zwei Führungen zum Wolfsgehege anbieten. Wann diese sein werden, steht noch nicht fest und werde von der Witterung abhängen, berichtete Fischer vorab.

Da die beiden Weibchen von Hand aufgezogen worden sind und Fischer ein Vertrauensverhältnis zu ihnen aufgebaut hat, begibt sich der Pfleger auch in deren Gehege. Der Rüde wird derweil „ausgesperrt“, um mit dem Raubtier kein Risiko einzugehen.

Wie „Wolfsvater“ Fischer weiter berichtet, wird sich der geplante Bau eines Wolf-Info-Centers in direkter Nachbarschaft zum Gehege der Tiere um ein bis zwei Jahre verzögern.

(ahw)