Kino im Jülicher KuBa: Der Weltkrieg aus der Sicht der Soldaten

Kino im Jülicher KuBa : Der Weltkrieg aus der Sicht der Soldaten

Gleich drei Filme zeigt der Kulturbahnhof in dieser Woche. Darunter in Kooperation mit dem Jülicher Geschichtsverein auch einen bewegenden Dokumentarfilm zum 1. Weltkrieg.

Am Montag, 20. Januar, und am Dienstag, 21. Januar, ist um jeweils 20 Uhr die französische Tragikomödie „Die schönste Zeit unseres Lebens“ zu sehen. Unter der Regie von Nicolas Bedos taucht Victor (Daniel Auteuil) mit Hilfe der Firma „Time Travellers“, die gut betuchten Kunden ermöglicht, in einem raffiniert eingerichteten Filmstudio in eine Zeit ihrer Wahl zu reisen, in das Jahr 1974 ein.

Es ist exakt der Tag, an dem er sich in seine Frau Marianne verliebt hatte. Die Kulisse aus Neonlichtern, Schlaghosen und Zigarettenrauch wird zu einer Reise, in der die betörende Schauspielerin Margot (Doria Tillier) die Grenze zwischen damals und heute verschwimmen lässt. Der Film voller Lebenslust, Charme und Esprit spielt auf leichte und amüsante Weise mit der Frage, was das Leben letztlich schön macht.

Ergreifendes Kinoerlebnis

Weiter geht es am Mittwoch, 22. Januar, mit dem Dokumentarfilm „They shall not grow old“. Der britisch/neuseeländische Historienfilm beginnt um 22 Uhr und wird in Kooperation mit dem Jülicher Geschichtsverein gezeigt. Guido von Büren vom Jülicher Geschichtsverein gibt eine Einführung dazu. Regisseur Peter Jackson hat sich anlässlich des 100. Jahrestages der Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrages (28. Juni 1919) mit dem ersten Weltkrieg auseinander gesetzt.

Jackson schuf ein äußerst ergreifendes, umfassendes und authentisches Kinoerlebnis, indem er historisches Filmmaterial – sorgfältig ausgewählt aus Hunderten Stunden Originalmaterial vom Ersten Weltkrieg aus den Archiven des britischen Imperial War Museum (IWM) – unter Verwendung modernster Technik restaurierte, kolorierte und mithilfe von 3-D-Technologie konvertierte. Die einzigen Begleitkommentare stammen von Veteranen des Ersten Weltkriegs, ausgesucht aus über 600 Stunden Interviews aus den Archiven des BBC und des IWM. Gemeinsam schaffen sie eine packende Darstellung des Ersten Weltkriegs, erzählt von den Soldaten, die ihn erlebten.

Am Donnerstag, 23. Januar, geht es in der Deutschen Komödie „Das perfekte Geheimnis“ ab 20 Uhr um drei Frauen, vier Männer und sieben Telefone. Und die Frage: wie gut kennen sie ihre Liebsten wirklich? Bei einem Abendessen wird über Ehrlichkeit diskutiert. Spontan entschließen sich die Freunde zu einem Spiel: Alle legen ihre Smartphones auf den Tisch und alles, was ankommt, wird geteilt, Nachrichten werden vorgelesen, Telefonate mitgehört. Was als harmloser Spaß beginnt, artet bald zu einem großen Durcheinander aus – voller Überraschungen, Wendungen und Offenbarungen. Denn in dem scheinbar perfekten Freundeskreis gibt es mehr delikate Geheimnisse, als man am Anfang des Abends annehmen konnte. Der Eintritt kostet jeweils 6 Euro, ermäßigt 5,50 Euro.