Jülich: Der TTC trauert um Präsident Reinhold Küven

Jülich: Der TTC trauert um Präsident Reinhold Küven

Beim Tischtennis-Zweitligisten TTC Indeland Jülich wehen die Flaggen auf Halbmast: Der Verein trauert um seinen Präsidenten Reinhold Küven, der am Montag im Alter von 77 Jahren gestorben ist.

„Er wird fehlen“, sagte ein Vereinsmitglied spontan, nachdem es vom plötzlichen Tod Küvens erfahren hatte, dessen angespannter Gesundheitszustand beim Heimspiel am Sonntag gegen Bad Königshofen Gesprächsthema war.

Der Tod des Präsidenten trifft den TTC zur Unzeit, denn mit dem Vorstand hatte Küven fest vereinbart, dass er bei der Jahreshauptversammlung am morgigen Donnerstag für eine weitere, zwei Jahre lange Amtszeit kandidiert. Inzwischen ist die Zusammenkunft der Mitglieder — auch aus Gründen der Pietät — auf unbestimmte Zeit vertagt worden.

Mit Reinhold Küven verliert der TTC Indeland ein wahres Urgestein des Vereins. So stand Küven bereits als Jugendspieler von 1952 bis 1961 für den TTC an der Platte. Seine Zeit als Aktiver ließ er zudem von 1994 bis 2011 wieder aufleben, als er ebenfalls das TTC-Trikot überstreifte. In dieser Zeit übernahm er auch das Amt des Präsidenten, das ihm 2002 angetragen wurde. Er „beerbte“ seinerzeit den heutigen Ehrenpräsidenten Arnold Beginn, der damals nach dem Herauslösen des Profibetriebs keine führende Position im Verein mehr einnehmen durfte.

Reinhold Küven verstand seine Arbeit an der TTC-Spitze indes nicht als Platzhalter, sondern setzte eigene Akzente. So ist der Aufschwung im Amateur- und Nachwuchsbereich eng mit seinem Namen verknüpft. Damit hat der Verstorbene und tadellose Sportsmann sich und seinem Verein Respekt und Anerkennung weit über die Grenzen der Herzogstadt hinaus erworben. Natürlich war er bei Heimspielen „seines“ TTC stets auf den Zuschauerrängen zu finden. Noch im Dezember führte er die Delegation der Indeländer an, die die Pokal-Endrunde in Fulda besuchte.

(ahw)
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