Jülich: Der Bau des 11-Millionen-Euro-Projekts im Jülicher Zentrum startet

Jülich : Der Bau des 11-Millionen-Euro-Projekts im Jülicher Zentrum startet

An einem „sehr guten Tag für Jülich“ (Bürgermeister Axel Fuchs) stimmte nur das Wetter nicht: Nach dem Abriss der Rathaus-Passage auf dem ehemaligen Stüssgen-Grundstück an der Ecke Kapuziner-/Düsseldorfer Straße steht dem Bau des Kreishauses in Jülich seit dem symbolischen Spatenstich im Nieselregen am Donnerstagnachmittag nichts mehr im Wege.

Der Neubau, der an das Alte Rathaus angedockt wird, soll in etwa 14 bis 15 Monaten fertig sein. Nach dann 47 Jahren wird es wieder nahezu alle Dienstleistungen der Kreisverwaltung Düren auch in Jülich geben.

...hier wurde gestern mit dem Spatenstich von Vertretern des Kreises, der Stadt und der Baufirmen der Kreishausbau gestartet. Foto: Uerlings.

„Wir korrigieren einen Fehler bei der Kommunalen Neugliederung, und die Menschen aus dem Nordkreis müssen nicht mehr nach Düren fahren“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn vor Gästen aus Stadt und Kreis zu diesem „sehr wichtigen Projekt“. Zu dieser Einschätzung kommt Spelthahn, weil es sich nicht nur um eine bürgerfreundliche Maßnahme handele, sondern im Herzen der Herzogstadt auf einer größtenteils nicht mehr genutzten Fläche ein „schönes innerstädtisches Quartier“ entstehe und auch für die Belebung der Innenstadt gesorgt werde. Wenn das Kreishaus Nord seinen Betrieb in vollem Umfang aufnimmt, arbeiten in dem Komplex 120 Frauen und Männer, die wiederum täglich von vielen Bürgerinnen und Bürgern angesteuert werden. Dafür sorgt allein schon die Zulassungsstelle des Straßenverkehrsamtes im Erdgeschoss.

Diese Maßnahme des Gesellschaft für Infrastrukturvermögen des Kreises Düren koste laut Spelthahn alles in allem — inklusive Ankauf des Alten Rathauses — rund 11 Millionen Euro. 4,9 Millionen Euro davon entfallen auf den Bau.

Großer Wurf für Jülich

Bürgermeister und Landrat waren froh, dass die Wertschöpfung in der Region bleibe, denn die Bauunternehmung Lamers (Jülich) habe den Zuschlag als Generalunternehmer erhalten. Dabei bleibt es nicht. Auch andere Planungen und Gewerke wurden an Regionalfirmen vergeben, zum Beispiel an das Jülicher Ingenieurbüro Camphausen & Schmitz.

Bürgermeister Axel Fuchs ist sich sicher: „Das wird ein großer Wurf für Jülich.“ Nun sei es an der Stadt, die City weiterzuentwickeln und zu verschönern. In diesem Zusammenhang ist das Integrierte Handlungskonzept zu sehen, dessen Erstellung der Stadtrat bereits beschlossen hat.