Jülich: Den Schwanenteich unter Denkmalschutz stellen?

Jülich: Den Schwanenteich unter Denkmalschutz stellen?

Die turnusmäßigen Vorstandwahlen beim Jülicher Bürgerbeirat wurden von der Mitgliederversammlung zügig erledigt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig. Neuer und alter Sprecher ist Wolfgang Gunia, seine beiden Vertreter sind Elmar Fuchs und Karl Sauer.

Winfried Cremerius bekleidet weiterhin das Amt des Schatzmeisters. Zu Beisitzern wurden gewählt Beatrix Heet, Hans Güldenberg , Harald Koch, Martina Lothmann, Hildegard Pott und Horst Zimmermann. Das berichtet der Beirat.

Dr. Peter Nieveler, der nicht mehr kandidierte, wurde vom Sprecher mit herzlichem Dank und Anerkennung für seine Leistungen für den Bürgerbeirat verabschiedet. Im Zentrum des Rechenschaftsberichtes von Sprecher Gunia standen die Projekte, u.a. das Buch „Jülich gestern — Jülich heute“, die Mitwirkung am Preußenprojekt, Exkursionen, eine sehr interessante Exkursion zu den Festungen in Luxemburg. Schatzmeister Cremerius gab laut Beirat „einen sehr positiven Überblick über die Vereinsfinanzen“. In der anschließenden Aussprache mahnte Elmar Fuchs eindringlich an, der Bürgerbeirat müsse sehr viel politischer werden, müsse mehr Stellung nehmen zu allen Vorgängen in der Stadt, die die Festungsstadt beträfen. So interessiere man auch mehr Jugend für die Vereinsarbeit.

Verabschiedet wurde ein Veranstaltungsprogramm für die nächste Zeit mit einer Exkursion auf den Spuren der Herzöge, mit einem Rundgang zu den unter Denkmalschutz stehenden Bauten in Stetternich, mit Erkundungsgängen auch zu den weniger bekannten Festungsresten wie z.B. zum Ravelin Lyebeck, zur Bastion St. Jakob. Im November soll die Ausstellung „Herzog Wilhelm V. und seine Familie im Bild“ eröffnet werden.

Intensiv und ausgiebig wurde über das Bauprojekt am Schwanenteich diskutiert. Hier gingen die Meinungen weit auseinander. Das Spektrum reichte von sofortiger Ablehnung des Bauvorhabens über den Vorschlag, erst mal konkrete Pläne abzuwarten vor einer Stellungnahme bis zu einem Antrag, den Schwanenteichbereich unter Denkmalschutz zu stellen. Eine Mehrheit der Anwesenden stimmte für den letzten Vorschlag und beauftragte den neuen Vorstand, einen Antrag zu stellen.

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