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Jülich: Dem Abriss folgt die Aufbruchstimmung

Jülich : Dem Abriss folgt die Aufbruchstimmung

Das Alte muss weichen, um dem Neuen Platz zu machen. Drei weiteren Wohnblocks Am Wallgraben in Jülich geht es jetzt an die Grundmauern.

Der Abriss der ehemaligen LEG-Mustersiedlung aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts ebnet den Weg für die „Albert Eduard Schröder”-Seniorenresidenz des Gemeinnützigen Bauvereins sowie die angrenzende Altenpflegeeinrichtung, die die Müllerei-Pensionskasse bauen und die Ulla Schmidt GmbH Aldenhoven betreiben wird.

„Nach zwei Jahren Vorbereitung atmen wir jetzt tief durch. Wir haben grünes Licht von den Behörden, um Anfang 2005 mit Volldampf den Bau beginnen zu können”, sonnt sich Bauverein-Vorstand Joseph Krott an einem trüben Novembertag im Hochgefühl von Ab- und Aufbruchstimmung.

Dass vor der Baukolonne erst noch die Denkmalbehörde über das freigeräumte Gelände streifen und nach geschichtlichen Bodenschätzen schauen wird, beunruhigt nicht. Da weder in den 50er Jahren, noch bei den Bodenuntersuchungen im Vorfeld der noch jungen Augenklinik „nebenan” Bedeutsames gefunden wurde, gehen Krott und seine Vorstandskollegen Reinhard Steiner und Franz-Peter Sußmann von einem geschichtlich unbelasteten Baugrund aus.

Abriss bis Weihnachten

Der Abriss der drei Blocks - alle ehemaligen Mieter sind in Wohnungen des Bauvereins, der Stadt oder privater Vermieter untergekommen - wird laut Plan bis Weihnachten erfolgt sein. Kosten pro Block: 35.000 Euro.

Am 18. Dezember planen Bauverein und Ulla Schmidt GmbH den Spatenstich zum Bau ihrer Häuser. Zeitgleich und mit gemeinsamer Baustellen-Infrastruktur wollen sie ihre Häuser errichten. „Wir hoffen, kurz vor oder nach Ostern 2006 beide Projekte bezugsfertig zu haben”, gibt Krott der Ungeduld seiner künftigen Residenzbewohner einen Fixpunkt.

60 Interessenten hätten gerne eine der 25 Wohnungen - ursprünglich waren 34 Einheiten geplant. Die Kosten haben sich durch die Umplanung nicht wesentlich verändert. Mit rund drei Millionen Euro Baukosten-Volumen wird die „Albert Eduard Schröder”-Residenz laut Reinhard Steiner das teuerste Einzelprojekt des Bauvereins. Man werde bis zur Außenfassade „mit hochwertigen Material arbeiten, wie bei allen unseren Häusern”.

Einiges von dem Geld darf nach Ansicht des Bauvereins ruhig in der Stadt bleiben. Die Ausschreibung der Baugewerke steht bevor. Und bislang, betont Krott, hätten Jülicher Firmen dabei nicht schlecht abgeschnitten.