Gevenich: Dekanatsschützenfest: Schützen bestimmen das Ortsbild

Gevenich: Dekanatsschützenfest: Schützen bestimmen das Ortsbild

Noch recht jung an Jahren, kann die St. Hubertus-Schützenbruderschaft Gevenich stolz sein auf das, was sie seit ihrer Gründung im Jahre 1956 erreicht hat. Sie ist fester Bestandteil des dörflichen und kirchlichen Lebens geworden und gestaltet neben dem Schützenfest so manche Veranstaltung. So etwa den Familienabend zum Patronatsfest oder Vogelschuss.

Sie begleitet die Kommunionkinder an ihrem großen Tag, trägt zur festlichen Gestaltung der Fronleichnamsprozession bei und beteiligt sich an der Barbaraprozession. Zudem engagiert sie sich im Dekanatsverband.

Zu ihren 60. Gründungsfest wurden sie daher auch mit der Ausrichtung des Dekanatsschützenfestes betraut, und gut traf es sich da, dass ausgerechnet ihr Schützenkönig Hubert Klüttermann die Dekanatskönigswürde errang. So bestand im Dorf gleich mehrfach Grund zum Feiern.

Das Dekanatsschützenfest wurde eingeläutet durch einen Festgottesdienst mit Weihbischof Karl Borsch, der auch die Ehrung der Dekanatsmajestäten übernahm. Im festlichen Rahmen überreichte er Hubert Klüttermann seine Insignien sowie Dekanats Jungschützenprinz Marius Neukirchen von der St, Sebastianus-Schützenbruderschaft Boslar und Dekanatsschülerprinzessin Anna Peters von der St. Pankratius-Schützenbruderschaft Rurdorf.

„Glaube — Sitte — Heimat“, die drei Grundsätze der katholischen Schützenbruderschaften waren sowohl Thema im Gottesdienst, den die St. Hubertus-Schützenbruderschaft mit den zehn Bruderschaften des Dekanats beging und bei dem Dekanatspräses Pfarrer Konrad Barisch dem hohen Gast aus Aachen zur Seite stand, als auch beim anschließenden Festkommers in der Gevenicher Bürgerhalle. Begrüßt wurden die zahlreichen Gäste im Namen der Hubertusschützen von Manfred Molls, der kurz die Geschichte der Bruderschaft umriss.

Seit dem Jahre 1356 existierte in Gevenich schon die St. Barbara-Gebetsbruderschaft, Kirchweihfest und Kirmes wurde von verschiedenen Vereinen organisiert. So kam 1955 der Wunsch auf, die Ausrichtung einem Verein zu übertragen. Die St. Hubertus-Schützenbruderschaft wurde auf Initiative des damaligen Dechanten Josef Houben gegründet. 57 Männer schlossen sich der Bruderschaft unter der Präsidentschaft von Bürgermeister Heinrich Meuser an.

Den Gründungsmitgliedern und all jenen, die die Bruderschaft, deren Präsident seit vielen Jahren Peter Weinstock ist, heute noch mit Leben erfüllen, galt an diesem Tag Dank und Anerkennung. Die Reihe der Gratulanten eröffneten, nachdem auch Peter Weinstock die Gäste begrüßt hatte, Pfarrer Konrad Barisch und Präses Pfarrer Stefan Bäuerle Sie hoben beide noch einmal die Bedeutung des Grundsatzes der Schützenbrüder hervor. Konrad Barisch erklärte: „Es ist unsere Aufgabe, auf Tradition hinzuweisen und nicht die Asche der Vergangenheit zu bewahren, sondern ein frisches Feuer zu entfachen.“

Neben den Vertretern der verschiedenen Vereine und Bruderschaften gratulierten auch Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker und Ortsvorsteher Heinz Kieven, die die Bedeutung der Bruderschaft für den Ort besonders hervorhoben. Neben den Glückwünschen des Dekanats sprach der stellvertretende Dekanats Bundesmeister Jürgen Moenikes den Gevenicher Schützen seinen Dank für die Ausrichtung des Dekantsfestes aus.

Feierlich überreichte er Präsident Peter Weinstock die Dekanatsstandarte, die er zuvor vom letztjährigen Gastgeber des Dekanats, der St. Gereon-Schützenbruderschaft, entgegen genommen hatte. Der Festabend wurde musikalisch umrahmt von Beiträgen des Musikvereins Oidtweiler. Zum Abschluss machte der Comedian Christian Macharski, als „Hastenraths Will“ noch seine Aufwartung.

(Kr.)