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Dauertief auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Düren

Dauertief auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Düren

Kreis Düren. Die Arbeitslosigkeit auf dem regionalen Arbeitsmarkt bleibt auf Rekordniveau.

Zwar sank die Zahl der arbeitslos Gemeldeten im Mai um 128 auf 12573 Betroffene, doch das ist das höchste Niveau, das je zu dieser Jahreszeit erreicht wurde. Die Quote sank entsprechend um 0,1 Punkt auf 9,8 Prozent.

„Auf dem regionalen Arbeitsmarkt hat es im Mai keine Impulse für eine Trendwende gegeben”, musste Matthias Elvenkemper, Leiter der Arbeitsvermittlung und -beratung beim Arbeitsamt Düren, in seinem Monatsbericht feststellen. Und weiter: „Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist sehr zurückhaltend. Sie erreicht nicht einmal mehr die bereits unzureichende Größenordnung des vergangenen Jahres.”

Die negative Entwicklung begann vor vier Jahren. Seit Mai 2000 stieg die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Düren um gut 3000 Betroffene an. Auch der Ein-Jahres-Vergleich fällt überaus deutlich aus: Seit Mai 2003 wuchs die Arbeitslosenzahl unter dem Strich um 900 Personen.

Derzeit ist die Arbeitslosenquote der Frauen mit 9,6 Prozent deutlich niedriger als die der Männer (11,8 Prozent). Das ist kein Zufall, denn ein Schwerpunkt von Arbeitslosigkeit sind die Fertigungsberufe. 27 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Düren sind diesem Bereich zuzuordnen.

Trotz der hohen Arbeitslosigkeit ist der Markt in Bewegung. So meldeten sich im Mai kreisweit 1683 Menschen arbeitslos, während im Gegenzug 1811 Betroffene aus der Zählung verschwanden. Das Stellenangebot bleibt indes enttäuschend: Im Mai meldeten die Unternehmen dem Arbeitsamt nur 260 Stellen, 141 weniger als im Vorjahresmonat.