Jülich: Das „Zwergenland“ ist neu im Brückenkopf-Park

Jülich: Das „Zwergenland“ ist neu im Brückenkopf-Park

„Die Anlage ist klein, aber für unsere Zwerge riesengroß“, freute sich Elmar Fuchs, Aufsichtsratsvorsitzender der Brückenkopf-Park gGmbH, bei der Eröffnung des „Zwergenlandes“. Die neu gestaltete Spiellandschaft richtet sich an die allerkleinsten Parkbesucher im Alter von 0 bis 6 Jahren. Und wie der Name schon verrät: Zwerge spielen dabei eine zentrale Rolle.

Neun Zwerge bieten differenzierte Bewegungsmöglichkeiten. Da gibt es zum Beispiel den Leiter-Zwerg, wo man kriechen, klettern und springen kann, oder den Schaukel-Zwerg, dessen knallrote Hängematte zum Schaukeln, Träumen und Ausruhen einlädt. Zwischen den Balancier-Zwergen ist ein dickes Seil gespannt, an dem die Kinder ihren Gleichgewichtssinn austesten können, am Abakus-Zwerg sind kleine Rechenübungen mit einem Schieber möglich.

„Dies ist eine Anlage, die nicht bespaßt, sondern pädagogisch wirkt“, so Elmar Fuchs weiter. Sein Bruder Axel Fuchs in seiner Funktion als Bürgermeister ergänzte: „Das ist eine weitere Attraktion hier im Brückenkopf-Park.“

In einer natürlichen, hügeligen Umgebung animieren und motivieren die kunstvoll aus dicken Holzstämmen geschnitzten und bunt bemalten „Zwerge“ zum Spielen, Experimentieren, Ausprobieren, Toben und Entspannen.

Landschaftsarchitekt und Planer Prof. Norbert Kloeters erläuterte: „Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren brauchen einen geschützten Spielraum für sich. In diesem Alter entwickeln sich die kognitiven Fähigkeiten in Verbindung mit wichtigen motorischen Fähigkeiten. Erste soziale Erfahrungen werden gemacht — mitspielen, mitspielen lassen, Initiative ergreifen, gewinnen, verlieren, nachgeben, sich durchsetzen, helfen und viel mehr.“

Von Hand geschnitzt

Und so wie die sieben Zwerge aus Grimms Märchen hinter den sieben Bergen leben, ist auch das „Zwergenland“ im Brückenkopf-Park auf viele sanfte, den Fähigkeiten seiner kleinen Besucher angepassten Hügel gebaut. Übrigens ganz nah zum Spielbereich „Kind und Kegel“ für die älteren Kinder. Unter vielen schattigen Bäumen können die ganz Kleinen entspannt spielen und ihre Eltern auf einer gemütlichen Bank Platz nehmen. So haben sie große und kleine Kinder auf beiden Spielplätze gut im Blick.

„Mir ist es wichtig, dass Kinder im Park nicht bespielt werden, sondern lernen, sich selbst zu mobilisieren“ freute sich Dr. Dorothee Esser-Link, Geschäftsführerin im Brückenkopf-Park.

Gebaut wurde das Zwergenland von der Firma Zimmer.Obst aus Spreenhagen. „Die Zwerge wurden nach ausgiebiger Recherche aus Märchen und Sagen entworfen und aus Eichenholz geschnitzt. Da der Zwerg an sich unter der Erdoberfläche arbeitet, in tiefen Stollen nach Schätzen suchend, sind ihre Augen das Sonnenlicht nicht gewohnt.

Frank Zimmer und Carsten Obst haben ein einzigartiges und pädagogisch wertvolles Spielgeräte-Konzept“ dankt die Geschäftsführerin den Firmeninhabern. Und: „Das Zwergenland ist ein absolutes Unikat.“ Denn sämtliche Figuren wurden von Hand geschnitzt und sind in ihrer Gestaltung mit Farbgebung und Gesichtsausdruck einzigartig.

Motorische Fähigkeiten schulen

Unterstützt wurde das Zwergenland von Sponsoren und Kooperationspartnern. „Die Konzept-Idee des neuen Zwergenlandes hat uns auf Anhieb sehr gut gefallen“, sagt Waldemar Radtke, Regionaldirektor der AOK Rheinland/Hamburg. Denn die Sinne der Kinder schärfen, ihre motorischen Fähigkeiten schulen und Spaß an Bewegung vermitteln, sind Ansätze, die die Krankenkasse seit jeher mit ihren Präventionsprojekten für Kitas und Schulen verfolgt.

„Wir werden einen Besuch im Jülicher Zwergenland zum Bestandteil des AOK-Präventionsangebots für Kitas in der Region machen“, so Radtke weiter. Diese Kita-Gruppen können den Brückenkopf-Park zu vergünstigten Eintrittspreisen besuchen. Ersten Gebrauch von den Angeboten des „Zwergenlandes“ machten übrigens voller Begeisterung die Kinder der Kindergärten Sonnenschein, Buchenweg; St. Martin, Stetternich und des evangelischen Kindergartens „Die kleinen Strolche“.

Das Zwergenland wurde neben der AOK unterstützt von der Sparkasse Düren, der EWV, Zahnarztpraxis Dr. Julia Carta-Müller, RWE, ETC, Kerres GmbH, toom Baumarkt, Bartolomey Haustechnik, Dr. Heiner Roemer und Dr. Christian Vaupel, Josef und Ursula Esser, Klaus und Beatrix Pelzer, Heinz u. Manuela Horrig sowie Holz Tirtey.

(dol)