Jülich: „Das sind wir den Opfern schuldig”

Jülich: „Das sind wir den Opfern schuldig”

Seit 1952 begehen die Deutschen zwei Wochen vor dem 1. Advent den Volkstrauertag. Er ist ein stilles Gedenken an die Kriegstoten und Opfer von Gewaltherrschaft aller Nationen.

In Jülich versammelten sich Bürgermeister Heinrich Stommel, Vertreter der Bundeswehr sowie Mitbürger am Samstagabend auf dem Ehrenfriedhof an der Linnicher Straße, um der Toten beider Weltkriege und insbesondere der Opfer der totalen Zerstörung Jülichs in Stille zu gedenken.

Stommel betonte vor der Kranzniederlegung in einer kurzen Rede, dass man sich gerade anlässlich des Volkstrauertages über die gegenwärtige Bedeutung der Vergangenheit bewusst werden solle.

Zwar neige man in zunehmendem Maße zum schnellen Vergessen und Verdrängen, doch zumindest an diesem Tag solle man innehalten und sich der Leiden und des Sterbens während der Kriege erinnern. „Das sind wir den Opfern schuldig, die ein Bestandteil unserer Vergangenheit sind und zu unseren Wurzeln gehören”, betonte Stommel.

Strömender Regen

Die Gedenkfeier, die bei strömenden Regen stattfand, erhielt durch Beiträge des Jülicher Männergesangvereins unter Leitung von Heinz Josef Beyss sowie Beiträgen des Realschülers Christian Keuten (Gedicht) und Pfarrer Horst Grothe (Ansprache) eine würdige Umrahmung.

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr beleuchteten mit ihren Fackeln den Ort der Kranzniederlegung. Auf dem ehemaligen Garnisonsfriedhof haben 527 Soldaten und Zivlisten ihre letzte Ruhestätte gefunden.

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