Jülich: Das Projekt Bürgerbus Jülich nimmt Fahrt auf

Jülich: Das Projekt Bürgerbus Jülich nimmt Fahrt auf

Einen großen Schritt weiter sind die Planungen rund um das Bürgerbus-Projekt in Jülich. Im Rathaus hat sich am 1. Oktober der Verein „Bürgerbus Jülich“ gegründet und seinen Vorstand gewählt. „Dieser Abend ist ein ganz besonderer, denn der Bürgerbus wird aus der Taufe gehoben“, begrüßte Dezernentin Katarina Esser die Teilnehmer der Gründungsversammlung.

Zu dieser hatten sich die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung bereits vor der Sommerpause verabredet, um weitere Vorbereitungen zu treffen und in der Zwischenzeit eine Satzung erarbeiten zu können. Diese Satzung wurde auf der Versammlung ebenso einstimmig verabschiedet wie der Vorstand gewählt.

Der Verein kann sich auf bereits im Vorfeld durch das Amt für Familie, Generationen und Integration geleistete Vorarbeiten stützen: Auf Initiative des Planungs-, Umwelt- und Bauausschusses wurde bereits ein Beschluss des Stadtrats herbeigeführt, durch den sich die Stadt Jülich verpflichtet, mit einer Defizitabdeckung von bis zu 6000 Euro den Betrieb des Bürgerbusses mit zu sichern. Es wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben und erstellt, das sich mit dem Bedarf in der Stadt beschäftigt, ebenso wurden eigene Daten mittels Umfragen erhoben und die Bevölkerung informiert.

Bei der Auftaktveranstaltung im Sommer konnte sich so schon ein „Stamm“ von ausreichend potentiellen Vereinsmitglieder und Bürgerbusfahrern zusammenfinden, die sich im Gespräch miteinander und mit Vertretern von Verkehrsunternehmen, der Initiative „Pro Bürgerbus NRW“ in das Thema einarbeiteten.

Nun ist der Verein gegründet , und die Mitglieder haben mit der Unterzeichnung der Gründungsvereinbarung den Startschuss gegeben und sich für die nächsten Schritte verpflichtet.

Der geschäftsführende Vorstand um den 1. Vorsitzenden Klaus Krüger, seinen Stellvertreter Dr. Klaus Biswanger sowie Kassierer Wolfgang Müller wird von den Beisitzern Klaus Röhe und Franz Schopen unterstützt. Zwei weitere Beisitzer können satzungsgemäß noch gewählt werden. Diese Plätze blieben vorerst frei, da bei der Gründungsversammlung einige potentielle Interessenten nicht anwesend sein konnten.

Die Stadt Jülich wird dem Vorstand beratend zur Seite stehen, allerdings nicht als Vollmitglied des Vereins. „Wir wollen natürlich im engen Kontakt bleiben, unterstützen und helfen, wo es geht, und stehen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite“, versprach Dezernentin Katarina Esser. Dazu gehört auch, dass der Verein seine Mitgliederversammlungen im Rathaus abhalten kann, dass die Beantragung der Organisationspauschale übernommen wird und der Verein mit Öffentlichkeitsarbeit unterstützt wird.

Als unmittelbar nächster Schritt wird nun die von allen Gründungsmitgliedern unterzeichnete Satzung dem Amtsgericht ausgehändigt sowie die Vereinsgründung notariell beglaubigt, um den Verein „Bürgerbus Jülich“ ins Vereinsregister eintragen zu können. Die Bezirksregierung Köln wird über die Vereinsgründung informiert, es werden Fördermittel reserviert und Termine mit Verkehrsunternehmen vereinbart, die ihr Interesse als notwendiger Kooperationspartner bereits bekundet haben.

Es werden zudem eine Antwortliste für die Fragen zukünftiger Busfahrer/innen und ein Aufnahmeformular erarbeitet für weitere Interessenten. Die Gründungsmitglieder würden sich über das Engagement und die Mitarbeit weiterer Fahrer/innen oder andere Tätigkeiten übernehmende Mitglieder natürlich sehr freuen. Wer möchte, kann sich mit Klaus Krüger (Telefon 02461-55263), Dr. Klaus Biswanger (Telefon 02461-55099) oder Wolfgang Müller (Telefon 01715270070) in Verbindung setzen.

Fragen rund um den Verein „Bürgerbus Jülich“ beantwortet für die Stadt Jülich auch Claudia Tonic-Cober vom Amt für Familie, Generationen und Integration unter Telefon 02461-63268. Weitere Infos unter www.juelich.de.

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