Das Mädchengymnasium in Jülich zeigt beim Europafest international

Erasmus+ erstes internationales Projekt : Das Mädchengymnasium in Jülich zeigt sich noch europäischer

Beim Euroapfest des Mädchengymnasiums Jülich zeigt sich einmal mehr, wie international die Schule ist. Als erstes Projekt auf internationaler Ebene wurde das „Erasmus+“-Projekt vorgestellt, an dem das Gymnasium erstmals teilgenommen hat.

Kroatien war das Motto des Europafestes des Mädchengymnasiums Jülich (kurz MGJ). Nach einer zehnsprachigen Begrüßung durch einige Schülerinnen, konnten die zahlreich erschienenen Besucher während der Veranstaltung eine beinah endlos erscheinende Liste an Attraktionen und Programmpunkten erleben.

Ganz neu mit dabei: Die Vorstellung des „Erasmus+“-Projektes, an dem das MGJ erfolgreich teilgenommen hat. Damit hat die Schule ihr erstes Projekt auf internationaler Ebene bewältigt und ist vielleicht so noch ein bisschen europäischer geworden. „Es ist großartig, dass wir das geschafft haben“, sagte auch die Schulleiterin, Christiane Clemens.

Bei dem Austauschprogramm zwischen dem MGJ und der in Barcelona liegenden „La Vall“-Schule können die Teilnehmer „mit- und voneinander lernen“, wie die Spanisch- und Kunstlehrerin des Gymnasiums, Teresa Cánovas, mitteilte. Ziel des Projektes seien hierbei das Nutzen digitaler Medien, die Förderung Europas und die Kommunikation miteinander. Dementsprechend tauschten sich die Schülerinnen, neben einem einwöchigen Besuch im jeweiligen Land, miteinander über den Unterrichtsstoff auf Onlineplattformen aus. Im Zentrum hierbei: Das kulturelle Erbe. So zeigten sich Schülerinnen aus Deutschland ihren Kollegen aus Spanien unter anderem in Form von Kunstprojekten den Kölner Dom. Die Schülerinnen aus Spanien revanchierten sich mit Materialien zur Basilika Sagrada Familia.

Online wurden die Ergebnisse anschließend diskutiert und konnten im Erdgeschoss der Schule in Form einer Fotoausstellung im Beisein deutscher und spanischer Schülerinnen von allen angeschaut werden.

Neben weiteren Programmpunkten, wie zahlreiche musikalische Beiträge, der Vorstellung von kroatischen Urlaubsimpressionen oder Flohmärkten zeigte die Schule einen Aspekt Kroatiens besonders ausgeprägt: Die Küche des europäischen Landes.

Daran besonders ist, dass alle Speisen in der Schule frisch zubereitet werden. Guido Weiergräber, der Vater zweier Schülerinnen, koordiniert zusammen mit einem fünfköpfigen Kochteam und mit der Hilfe von Schülern aus den 9. Klassen, Eltern und Lehrern die Verköstigung der Gäste. „Wir machen uns immer Gedanken, was zu dem jeweiligen Land passen könnte. Die kroatische Küche ist der deutschen gar nicht so unähnlich. Die Gewürze sind anders“, sagte Weiergräber und weiter: „Alle unsere Zutaten kommen aus unserer Region und wir versuchen nachhaltig zu kochen, so dass nichts weggeschmissen werden muss. Dieses Jahr verzichten wir zum ersten Mal teils auf Plastikgeschirr. Deswegen haben wir ein Spülmobil.“

Da die Geschmäcker unterschiedlich sind, gab es auf dem Europafest Speisen für viele Essbedürfnisse. Kroatischen Kartoffelauflauf für die Vegetarier, die Cevapcici aus Rindfleisch, weil nicht alle Besucher Schweinefleisch essen und für das Gewohnheitstier fehlte auch die traditionelle deutsche Bratwurst nicht.

„Wir haben das Glück, dass bei uns 24 Nationen aus der ganzen Welt miteinander lernen. Über unser Fest wollen wir den Europäischen Gedanken präsentieren und gerade in der heutigen Zeit das positive an Europa verbildlichen“, zog Christiane Clemens ihr Fazit zur Veranstaltung.

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