Linnich: Das Kreuz für den Präses

Linnich: Das Kreuz für den Präses

Im Vordergrund des Patronatstages der St. Sebastianus-schützen Linnich stand die Verleihung des Anno-Santo-Kreuzes an Stefan Bäuerle, Linnicher Oberpfarrer und Präses der St. Sebastianer. Die Verleihung erfolgte in einem von Diakon Manfred Kappertz geleiteten Wortgottesdienst zu Ehren des Namenspatrons mit Aussetzung des Allerheiligsten.

Feierlich begleitete der Kirchenchor St. Cäcilia den Gottesdienst. Wie Präsident Heinrich Oidtmann in Erinnerung rief, erwarb Präsident Otto Wolter das Anno-Santo-Kreuz im Heiligen Jahr 1934 bei einer Rom-Wallfahrt. Das vom Heiligen Vater gesegnete Kreuz ging im Zweiten Weltkrieg verloren. Otto Wolter sorgte bei einem Pierer Schützen und Rom-Wallfahrer für Ersatz.

Nach Wolters Tod 1953 übergab Tochter Gustel Gotzen das Kreuz dem amtierenden Präsidenten Willy Hamacher. Die Gesellschaft beschloss, das Anno-Santo-Kreuz als äußeres Zeichen des Glaubens dem jeweiligen Präses zu übergeben.

Nach Willy Hamacher trugen die Oberpfarrer Alexander Krückel, Josef Thomik und Pater Horst Heinen das Glaubenszeichen, bis sich beim Schützenfest 1997 der untere Teil des Kreuzes löste und unauffindbar blieb. Erhalten blieb einzig die Plakette aus dem Jahr 1933/34.

Nach Beschluss der Bruderschaft wurde eine Replik angefertigt, die den Wert des Originals bei weitem übersteigt. Oberpfarrer Christoph Graaff ließ das neue Kreuz auf seiner Romwallfahrt von Papst Johannes Paul II segnen.

Gerne ließ sich Präses Stefan Bäuerle „an die Kette legen”, wie er augenzwinkernd bemerkte. Diese Kette bestehe „aus lebendigen Gliedern”, verantwortlich dafür, dass „niemand verloren geht, niemand weg fällt aus unserem Gottesdienst, niemand weg fällt aus unserem Gebet. Wenn der Pastor alleine mit dem Kreuz durch die Pfarren rennt, ist das nicht genug”, waren seine Worte.

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