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Jülich: „Das ,italienische Jülich”

Jülich : „Das ,italienische Jülich”

„Das ,italienische Jülich - Höhepunkt und Nachklang der Hochrenaissance am Niederrhein” heißt der neue fünfte Film des Fördervereins Festung Zitadelle Jülich.

Die VHS-Kassette „Erinnerungen - Jülich vor und nach dem 16. November 1944” des Fördervereins war vor zwei Jahren in wenigen Wochen vergriffen.

Ein Team um Initiator Conrad Doose - mit Klaus Krafft (Aufnahme und Schnitt), Friederike Doose (Sprecherin), Mariele Egberts (Drehbuch), Matthias Hellmann (Sprecher), Dieter Laufenberg (Zeichnungen und Scans) sowie Professor Dr. Jürgen Eberhardt als wissenschaftlicher Berater - hat in zig Stunden ehrenamtlicher Arbeit eine Neuauflage produziert. Sie umfasst die vier alten Filme und die Neuproduktion.

„Touristische Erfahrungen aus Altstadt-, Zitadellen- und Schlossführungen zeigten, dass stets auch ein großes Interesse am Wiederaufbaukonzept besteht, das dem gegenwärtigen Erscheinungsbild der Stadt zugrunde liegt”, erläutert Conrad Doose, Vorsitzender des Förderverein, den Anstoß für den neuen Film.

Der Betrachter, der mit den ersten vier Filmen schon viel Historisches erfährt, erlebt im fünften Teil auf einem spannenden Rundgang durch die Zitadelle und die Schlossanlage zunächst den Höhepunkt der italienischen Renaissance am Niederrhein.

Stadtbildpflege

Danach lernt er, sachkundig auf einem Stadtbummel begleitet, in welchen historischen und architektonischen Zusammenhängen Pasqualinis „Idealstadt der Renaissance” in der seit 1993 denkmalgeschützten Altstadt, im „Jülicher Pentagon”, noch präsent ist.

Die Autoren sparen auch nicht mit kritischen Anmerkungen zur Stadtsanierung. Selbst „alte Jülicher” sehen nach dem Film, wenn sie durch die City gehen, ihre Straßen, Plätze und Gebäude mit ganz anderen Augen. Jülich ist keinesfalls eine schnell in Materialnot und Konzeptlosigkeit wieder aufgebaute Stadt - schon gar nicht mittelalterlich oder gar römisch geprägt, wie allgemein bis zur Innenstadtsanierung um 1985 vermutet wurde.

Die VHS-Kassette wird ab heutigem Samstag an Interessierte gegen eine Spende ab 20 Euro - für höhere Beträge kann der Förderverein eine Spendenbescheinigung ausstellen - in der Buchhandlung Fischer, der Jülicher Bücherstube, in der Schlossplatzapotheke Rey und bei Foto allkauf für den Förderverein abgegeben.

Eine DVD für 25 Euro folgt in drei Wochen. Der Förderverein hat ein Spendenkonto 371666 bei der Sparkasse Düren, BLZ 39550110, eingerichtet. Der Erlös dient der Mitfinanzierung von Vorhaben des Denkmalschutzes und besonders der Stadtbildpflege. Dazu gehört das „Lichtprojekt Jülich, das mit der Beleuchtung des Hexenturms startet (siehe nebenstehenden Beitrag).