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Jülich: Das Freiwilligenzentrum Jülich muss schließen

Jülich : Das Freiwilligenzentrum Jülich muss schließen

Nach rund drei Jahren ging in diesen Tagen das Jülicher Freiwilligenzentrum in der Stiftsherrenstraße seiner Schließung entgegen.

Mit der Möglichkeit, sich bei Kaffee und Kuchen persönlich zu verabschieden, beenden Stephanie Schweitzer und Karin Kampel ihre facettenreiche Arbeit.

Wie so oft mangelt es an Geld, um das so wichtige Engagement der sozialen Einrichtung weiter voranzutreiben; der Wille freilich ist von allen Seiten vorhanden.

In diesem Zwiespalt schließe nun das Jülicher Freiwilligenzentrum seine Pforten, erklärt die Leiterin des Zentrums Stephanie Schweitzer gemeinsam mit ihrer Kollegin Karin Kampel.

Bislang stand das Freiwilligenzentrum in der Trägerschaft der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände im Kreis Düren. 2001 wurde es für die Projektdauer von drei Jahren eingerichtet.

Im Zentrum selbst haben bislang zwölf Freiwillige gearbeitet, die für ihre Leistungen nie mehr als eine Aufwandsentschädigung erhielten. In der Peripherie des Freiwilligenzentrums wurden insgesamt 173 Vermittlungen in das Ehrenamt betreut und koordiniert.

Darin bestand eine der drei Säulen, auf denen die Arbeit des Zentrums aufruhte: Jeder Interessierte fand durch diese Vermittlung eine seinen Talenten entsprechende Tätigkeit. Eine weitere Säule sei aber, so Schweitzer, stets auch die Öffentlichkeitsarbeit gewesen.

Man habe im so genannten Forum stets zu rechtlichen, inhaltlichen und politischen Fragestellungen zu einer freiwilligen Tätigkeit Auskünfte geben können. In der Werkstatt, der dritten Säule, wurden die Ehrenamtler bei Ausführung ihrer Tätigkeiten auch tatkräftig unterstützt.

Der Schwerpunkt aller Aktionen und Vermittlungen habe vornehmlich natürlich im sozialen Bereich gelegen, erklären Schweitzer und Kampel.

Beispielsweise wurden Flüchtlinge oder Senioren betreut, Freizeiten für Kinder und Jugendliche organisiert, Verwaltungs- und Vereinsarbeit in Kultur, Sport und Umwelt geleistet. Dabei waren die Vermittlungen, die über das Freiwilligenzentrum abgewickelt wurden, meist längerer, manchmal aber auch nur aktionsgebundener Natur. Auch in Zukunft soll diese Vermittlungsarbeit - freilich in kleinerem Rahmen - irgendwie weitergeführt werden.

Am Freitag nun endete offiziell die Arbeit des Freiwilligenzentrums mit einem kleinen Fest in den angestammten Räumlichkeiten, bei dem ein jeder Abschied von der liebgewonnenen Einrichtung nehmen konnte. Insgesamt ziehen alle Beteiligten mit dem Schlußstrich unter die Arbeit eine positive Bilanz: „Es hat sich auf jeden Fall gelohnt; wir haben vieles bewirkt!”