FH-Campus Jülich: Das erste digitale Schülerlabor in NRW

FH-Campus Jülich : Das erste digitale Schülerlabor in NRW

„Junge Menschen stehen für Zukunft und wollen diese mitgestalten. Wir, als Hochschule, können die nötigen Werkzeuge dafür vermitteln“, fasst Prof. Dr. Josef Rosenkranz, Prorektor für Studium und Lehre der FH Aachen, das neue Projekt „JugendIndeLab“ (JIL) zusammen.

Im Auditorium des Campus Jülich fanden nun der Startschuss und die feierliche Urkundenüberreichung für das erste digitale Schülerlabor statt. Mehr als 100 Schülerinnen und Schüler von sechs verschiedenen Schulen aus dem Indeland, darunter auch das Mädchengymnasium und das Gymnasium Zitadelle aus Jülich, nehmen an dem Projekt teil und werden damit zu "Indenauten".

Die Jugendlichen haben hierbei die Möglichkeit, die Indelandregion zukunftsorientiert mitzugestalten. Es gibt fünf verschiedene Schwerpunkte, auf die sich die Schülerinnen und Schüler konzentrieren werden: Digitalisierung, Innovation, Mobilität, Energie und Bau. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. „Wir wollen Euch dazu hören“, ermutigt Brigitte Capune-Kitka vom zdi-Zentrum ANTalive die Schülerinnen und Schüler, Ideen für ihre eigene Zukunft in der Region zu entwickeln.

ANTalive führt Jugendliche mit einem vielfältigen Angebot an Naturwissenschaften und Technik heran. Gemeinsam mit der FH Aachen hat das zdi-Zentrum das JugendIndeLab entwickelt. Es wird unter anderem vom Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Prof. Dr. Josef Rosenkranz, Prorektor für Studium und Lehre der FH Aachen (l.) und den Parlamentarischen Staatssekretär Klaus Kaiser (r.) bei der Urkundenübergabe für das zdi-Schülerlabor. Foto: Cara Emilia Dühr

Derzeit gibt es in NRW 70 Schülerlabore, wobei JIL das erste digitale ist. Denn den teilnehmenden Schulen wird nicht nur ein ‚Innovationskoffer’ mit Informations- und Arbeitsmaterial zur Verfügung gestellt, sondern auch die Online-Plattform ILIAS, auf der die Indenauten zum Beispiel die Möglichkeit haben, Videos und Tutorials anzuschauen und auch selbst welche hochzuladen. QR-Codes, die sich in den Arbeitsmaterialien der Koffer befinden, können einfach mit dem Handy gescannt werden und leiten direkt auf die Onlineplattform weiter. So wird von den einzelnen Materialien eine Brücke zur digitalen Lernplattform geschlagen.

Den Schulen stehen zudem einflussreiche Paten aus der Politik zur Seite, die die Jugendlichen mit Rat und Tat begleiten. „Dieses Projekt trifft einfach den Nerv der Zeit. Fridays for Future zeigt doch, dass sich die Jugendlichen auf den Weg machen. Schüler haben nun die Möglichkeit, selbst Lösungen zu entwickeln“, so Nadine Bellingradt-Hannig von der FH Aachen.

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