Privatinitiative hilft der Gemeindeverwaltung: Das Ehrenmal in Freialdenhoven erstrahlt in neuem Glanz

Privatinitiative hilft der Gemeindeverwaltung : Das Ehrenmal in Freialdenhoven erstrahlt in neuem Glanz

„Wenn Kommunen am Geld knapsen und jeden Euro umdrehen, fallen den Sparmaßnahmen häufig die „schwächsten“ Glieder zum Opfer. Ein Lied davon singen können all jene, die sich um die Pflege und den Erhalt der Ehrenmale kümmern. Aber es geht auch anders.

.“Es mahnen die Opfer“. In Freialdenhoven erstrahlt die Gedenkstätte für die Gefallenen des ersten und zweiten Weltkrieges in neuem Glanz. In mühevoller – unentgeldlicher – Freizeitarbeit wurde dieser Schriftzug auf dem Gedenkstein sichtbar gemacht, die Namen der Gefallenen freigekratzt. Alle Bodensteine rund um den Gedenkstein erhielten ein neues Kiesbett und liegen nun wieder stolperfrei. Die neue rund geplanzte Heckenmyrthe rahmt die Gedenkstätte ein, frischer Rollrasen gibt dem Platz ein würdiges Aussehen, an den Ecken wächst Kirschlorbeer.

„Früher kümmerte sich der Bauhof darum“, erzählt Andre Offermanns. Mit einem Freund hatte er sich an die Arbeit gemacht und manchen Nachmittag und Wochenende investiert. „Das kann man doch so nicht vergammeln lassen“, war für ihn Motivation genug, um in seinem Dorf nach dem Rückzug der Stadtverwaltung den Ehrenplatz in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Auf dem Nachbarrasen stehen die Grabsteine der Soldaten ordentlich in einer Linie. Der ganze Bereich auf dem Freialdenhovener Friedhof gibt dem Besucher den Eindruck, dass hier der Gefallenen noch gedacht und diese auch geehrt werden. Am Volkstrauertrag verstärken Lichter und Kerzen den Eindruck.

Friedhof und Ehrenmal wurden zu Beginn der 50er Jahre angelegt, kurz vor dem Wiederaufbau der Pfarrkirche St. Mauritius. Für die Bewohner entstand mitten im Dorf eine Ruhestätte, die täglich Besucher empfängt. Gleich am Eingang liegt das Ehrenmal, dass nun wieder ansehnlich ist.

(tm)
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