Jülich: Dank des dreifachen Wollersheim: GFC dreht das Finale

Jülich : Dank des dreifachen Wollersheim: GFC dreht das Finale

Auch bei seiner 25. Auflage bot der Sparkassen-Hallen-Cup alles, was ein von der Winterpause geschädigtes Fußballerherz brauchte. Viel Action in der Halle, viel Unterhaltung und Begeisterung auf den Tribünen und ein Versorgungsangebot, das alle zufrieden stellte.

Und es war diesmal auch für Abwechselung gesorgt, denn die bekannten Meister vergangener Jahre gingen leer aus. Germania Lich-Steinstraß und auch Viktoria Arnoldsweiler, die Sieger aus den Jahren 2016 und 2017, verpassten den Einzug ins Finale.

Dafür qualifizierte sich der GFC Düren 99 mit einem glatten 4:2 über Niederau als erste Mannschaft. Niederau war zweimal in Führung gegangen, bevor Landesliga-Konkurrent GFC mit drei Treffern den Sieg sicherte.

Im zweiten Halbfinale zwischen dem Türkischen SV und TuS Langerwehe war die Partie ausgeglichener und deshalb auch stärker umkämpft. Der SV war mit 2:0 in Führung gegangen, ehe der TuS den Anschlusstreffer schaffte. Sechs Minuten vor Ende ging Langerwehe durch Hicham Bubrik in Führung. In der Schlussphase sorgten Tumulte für eine Unterbrechung, die Uhr zeigte noch vier Sekunden. Aber der Schiedsrichter ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, Langerwehe brachte den Vorsprung über die Zeit.

Im Finale erlebten die Zuschauer dann ein temporeiches und spannendes, weil torreiches Spiel zwischen zwei Mannschaften, die sich in der Halle nichts schenkten und zahlreiche Tricks und Kabinettstückchen auf Lager hatten. Der GFC lief zunächst einem Rückstand hinterher, bevor Marc Wollersheim sein Team wieder ins Spiel brachte. Nach erneutem Rückstand baute Düren den Vorsprung dann aus, Langerwehe schaffte nur noch den Anschlusstreffer kurz vor Schluss.

100. Geburtstag

Die Verantwortlichen zeigten sich mit dem Turnierverlauf insgesamt zufrieden, die Konkurrenz durch Bundesligaspiele hatte ein klein wenig den Besuch auf der Tribüne geschmälert, denn sowohl am Freitagabend als auch am Sonntagnachmittag war noch Platz in der Nordhalle. „Wir sind dennoch mit dem Turnier sehr zufrieden“, bekannte Franz-Josef Leifeld, Vorsitzender des Ausrichters Schwarz-Weiß Titz. Mit Blick auf den 100. Geburtstag im nächsten Jahr hatte Titz die Ausrichterrolle bekommen, Jülich wurde auf das kommende Jahr vertröstet. Nach Ansicht ihres Vereinsvorsitzenden haben die Titzer „auch viel gelernt. Das Jubiläum kann kommen“.

Neuerung diesmal war der Fritten-Verkauf. Die Produktion musste auflagenbedingt vor die Halle verlegt werden, der Verkauf geriet jedoch zum Renner. „Davon ist am meisten gefragt worden“, staunte Leifeld, der pro Tag mit 20 Helfern für einen reibungslosen Ablauf gearbeitet hatte. Mehrere tausend verkaufte Wertmarken waren ein deutlicher Beleg für die gute Arbeit.

In der Halle wurde ein Teil des Platzes auch für die zweite Neuerung benötigt, das Torwandschießen unter erschwerten Bedingungen. Eine quer gelegte Bank verhinderte dem nur rollenden Ball den Zutritt zum Tor. Gegen einen geringen Beitrag konnte jeder sein Glück probieren, an jedem Turniertag wurde ein Tagessieger ermittelt. Die Sieger traten erneut gegeneinander an, und es gewann Diane Kiefel, die in aller Seelenruhe viermal traf und sich dann über 250 Euro Preisgeld freuen durfte.

Der Erlös aus den Beiträgen jedoch erbrachte stolze 525 Euro, die Schirmherr Uwe Willner der Behindertengruppe von Jugendsport Wenau überreichte. Dort treffen sich behinderte Menschen samstags zum Sport, begleitet von Katrin Ruhmann und Stephan Wenn. „Wir können jetzt unseren 34 Mitgliedern mal Trikots oder Trainingsanzüge kaufen. Das wird die sicher sehr freuen“, strahlte Katrin Ruhmann. Die Fußballspieler des Kreises Düren hatten somit einen gesellschaftlichen Beitrag für die Integration von Behinderten geleistet.

(tm)
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