Kofferen: Craftbeer: Die WestBrauer bitten zur Kostprobe

Kofferen: Craftbeer: Die WestBrauer bitten zur Kostprobe

Die Weinfeste boomen, und die Bierbörsen sind auf dem besten Weg, es ihnen gleich zu tun. Dieser Event-Getränkebereich ist also abgedeckt. Ist er das wirklich? Nein, denn eine Nische ist noch frei, wie Walter Mueller, Betreiber von McMueller‘s Irish-American Pub in Kofferen befand.

Und die wird am kommenden Wochenende besetzt. Auf den Hof des Pubs in Kofferen wird von Freitag bis Sonntag, 19. bis 21. August, das 1. Regionale Craftbeer und Musikfest gefeiert. Die tragenden Säulen sind vier Privatbrauereien — die WestBrauer — aus der Region, die ihre Produkte präsentieren — Craftbeer.

Hier ist bier heimisch. Foto: Jonel

In den Vereinigten Staaten steht Craftbeer für Bier von einem Brauer, der in kleinen Mengen und unabhängig von Konzernen auf traditionelle Weise braut. „Nach dem deutschen Reinheitsgebot“, wie Klein-Brauer Walter Mueller für seine Biere in Anspruch nimmt. Das Wesentliche aber ist, dass diese handwerklich — craft — hergestellten Biere einen eigenständigen Charakter besitzen — ohne Zusatz von irgendwelchen fruchtigen Beigaben. Das Eigenständige und Unverwechselbare erhält jedes Bier über die Hopfen- und Malzgabe und den Gärprozess.

Die Rohstoffe waren es, die die vier Privatbrauereien zusammengeführt haben. „Über die letzten Jahre hat sich schleichend entwickelt, das wir zu einer Einkaufsproduktion zusammengefunden haben“, erzählt Walter Mueller. Über die gemeinsame Fassreinigung und den gemeinsamen Malzeinkauf kristallisierte sich eine Erkenntnis heraus: „Wir als kleine Betriebe sind in der Bündelung stärker als die Summe der Einzelnen.“ Der Schritt zur Idee einer Marketing-Kooperation in der Umsetzung einer regionalen Bierbörse ergab sich fast zwangsläufig, zumal Walter Mueller als Veranstalter über einschlägige Erfahrung verfügt.

In Kofferen wird am Wochenende ein knappes Dutzend regionaler Biere vom frischen Weizen- bis zum Starkbier zu verkosten sein. Neben den Mueller-Bräus werden Willi Fell (Brauhaus Hilfarth) — über ihn beziehen die übrigen drei ihr Malz -, Christian Dorn (Anton‘s, Erkelenz) und Arnd Sonnenschein (Brauerei am Rosstor, Wassenberg) ihre Biere präsentieren. Das Quartett bringt es auf ein Brauvolumen von insgesamt 12,5 Hektoliter Bier.

Das Bierverkosten ist nicht alleiniger Programmpunkt. Nicht von ungefähr ist die Bierbörse verknüpft mit einem Musikfest. So spielen am Freitag, 18. August, zum Auftakt ab 18 Uhr die Kofferener Musikanten und ab 19.30 Uhr das Duo Virginia und Jo Lisken, zwei regionale Größen — passend zum regionalen Konzept. Am Samstag, 19. August, 18 Uhr, kommt die Musik per Didgeridoo zwar vom anderen Ende der Welt, wird aber gespielt von einem Gevenicher, Sven Molder. Ab 19.30 Uhr gehört die Bühne Mathias Kohlman & Luna Melisande mit ihrer Musikmischung aus neokeltischen, modernen und Folkelementen.

Bier und Jazz geht immer. Und so spielt Breukovich aus Heinsberg-Gangelt am Sonntag, 21. August, ab 11 Uhr mit Jazz-Swing zum Frühschoppen auf.

Dem Flüssigen wird auch eine feste Grundlage geboten. Für das Kulinarische sind Beans & Friends aus Jülich und Bull-House, Übach-Palenberg, zuständig sein. Selbst die Bierdeckelsammler werden, wie es sich für eine richtige Bierbörse geziemt, vereinsmäßig vertreten sein.

(ojo)
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