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Classic Festival mit anspruchsvollen Werken und Musikern

Eröffnungskonzert mit Dozenten der Meisterkurse : Erstes Classic Festival mit anspruchsvollen Werken und Musikern

Unter dem Leitstern des ersten Classic Festivals in Jülich „!mpress!ons – classic music between generations and cultures“ fand in der Schlosskapelle das Eröffnungskonzert statt.

Auf den Titel dieses Events ging auch der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel in seiner Ansprache ein. Er überbrachte an die Veranstalter, sowie den anwesenden Bürgermeister Axel Fuchs die Grüße der Bundesregierung. „Hier geht was ab in der Herzogstadt“, dieser Ausruf gab seiner Freude deutlich Ausdruck, dass dieses Festival in der Zusammenarbeit von international bekannten Musikern, Ensembles und den drei Gymnasien der Stadt ein weiteres kulturelles Highlight für Jülich darstellt. Er betonte die Bedeutung der Musik, die das Bild unseres Landes in die Welt trägt und Einfluss auf die Gesellschaft und deren Zusammenhalt hat.

Kathrin ten Hagen aus Weimar (Violine), Friedemann Wezel aus Leipzig (Violine), Mirjam Tschopp aus Zürich (Viola), Francesco Mastromatteo aus Lucera (Violoncello), Roger Morelló Ros aus Köln (Violoncello) und Christina Wright-Ivanova aus Boston (Klavier) boten ein anspruchsvolles, ausgewogenes Programm.

Am Anfang stand das Streichquintett des Berliner Komponisten Kurt Hauschild. In dem Werk in der Klangsprache der Wiener Klassik findet der Zuhörer Harmonien und Phrasierungen dieser Zeit in neuem und überraschendem Zusammenhang. Anmutig, lebhaft, kapriziös und musikalisch unterhaltsam fand die Aufführung großen Anklang.

Im Kontrast dazu stand das Streichquartett f-Moll op. 80 von Felix Mendelssohn Bartholdy, das von seiner emotionalen Ausrichtung ein Requiem zum Tode und Gedenken seiner Schwester darstellt, ein Musterbeispiel der formal gebändigten Emotionalität.

Programmatische Ideen waren bei dem Klavierquintett Es-Dur op.44 von Robert Schumann zu finden. Dramatische Vorstellungen, feurig pulsierende Themen, ein bezaubernder langsamer Satz und ein munteres Finale boten reizvolle Kontraste.

Die Musiker zeichneten ein Bild des klanglich perfekten virtuosen Zusammenspiels und einer feinsinnigen musikalischen Werktreue. Ihr Spiel war von unglaublicher Dichte und ausgewogener Klangfülle, Perfektion und trotzdem sprudelnder Lebendigkeit.

Großer Applaus und Bravorufe dankten für ein beglückendes Konzerterlebnis.

Weitere Konzerttermine des Festivals:

  • Samstag, 1. Juni: 19 Uhr, PZ Gymnasium Zitadelle-Konzert Collegium Musicum Jülich
  • Sonntag, 2. Juni, 18 Uhr, Haus Overbach Konzert des Festivalorchesters
  • Montag, 3. Juni, 19 Uhr, PZ Gymnasium Zitadelle Abschlusskonzert
(hivi)