Aldenhoven: CDU kritisiert Aldenhovener Knöllchen-Regime

Aldenhoven: CDU kritisiert Aldenhovener Knöllchen-Regime

Die Aldenhovener CDU geht auf Distanz zum Köllchen-Regime, das bereits zu Bürgerprotesten in der Martin-Luther- und in der Alten Turmstraße geführt hat.

Wie der CDU-Fraktionsvorsitzende Reinhard Paffen erklärte, sei das Knöllchen-Regime „total überzogen”. Diese Rasenmäher-Methode „können wir dem Bürger nicht zumuten”. Die Ahndung von Ordnungswidrigkeiten müsse man „flexibler gestalten”.

Auch rechne sich der Einsatz des Ordnungsdienstes nicht. Er koste, 40 Knöllchen am Tag zu Grunde gelegt, brutto 50.000 Euro pro Jahr. So fehlten am Ende 10.000 Euro in der Gemeindekasse. Es sei somit „ein Verlustgeschäft”.

Finanziell tragfähiger, so lautet Paffens Gegenvorschlag, sei der Einsatz von drei 400-Euro-Jobbern mit Kosten von 15 000 Euro.

Bürgermeister Lothar Tertel hatte, „mehrfach vom Rat aufgefordert”, die Knöllchen-Sheriffs im März auf Probe angeheuert, um gegen Falsch- und Dauerparker vorzugehen. Die Bezahlung erfolgt auf Stunden-, nicht auf Provisionsbasis.

Tertel damals: „Wir wollen kein Geld verdienen.” Es gehe vorrangig um die Verbesserung des Verkehrsflusses im Kernort. Zuvor, im Dezember, hatte die Junge Union (JU) Aldenhoven massiv zugeparkte Bürgersteige und Staus zum Schulbeginn oder während des Feierabendverkehrs beklagt.

Zunächst hatten sich die Anwohner der sehr engen Martin-Luther-Straße über die Knöllchen beklagt, weil es dort an Parkmöglichkeiten mangelt.

Zuletzt waren Anwohner und Geschäftsleute an der Alten Turmstraße auf die Barrikaden gegangen. Die Knöllchen-Sheriffs würden „keine Gnade” kennen und Kundschaft vergraulen.

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