Linnich: „Cato” Hilfert ist Floßdorfs grüner Ortsvorsteher

Linnich: „Cato” Hilfert ist Floßdorfs grüner Ortsvorsteher

Der Linnicher Ortsteil Floßdorf hat einen neuen Ortsvorsteher. Karl-Heinz „Cato” Hilfert (Grüne) ist seit Dienstag erster Bürger im Dorf. Er trat die Nachfolge von Manuela Chrost an, die seit der Kommunalwahl Floßdorfer Ortsvorsteherin war, dies aber durch ihren Umzug nach Linnich nicht mehr sein darf.

Dass es sich um mehr als nur einen simplen Wechsel der Amtsperson handelte, liegt in der Kommunalwahl 2009 begründet. Darauf hob am Dienstag auch CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Willi Dohmen ab. Er warf SPD, PKL und Grünen Täuschung der Wähler vor, weil sie erst nach der Wahl eine Kooperation eingegangen seien und daraus den Anspruch abgeleitet hätten, den Ortsvorsteherposten mit einem Kandidaten aus ihren Reihen zu besetzen.

So wurde die Sozialdemokratin Chrost in das Ehrenamt bestimmt. Das habe vor dem Urnengang kein Floßdorfer gewusst, meinte Dohmen. Der reinen Lehre nach stellt ansonsten die politische Gruppierung den Ortsvorsteher, die die meisten Stimmen auf sich vereinen kann.

Das war 2009 im Wahlbezirk Floßdorf die CDU mit 67 Stimmen vor der SPD (60), der PKL (47), den Grünen (37) und der FDP (13). „Sie stellen sich gegen das Ergebnis der Bürger”, hielt Dohmen den einstigen Kooperationspartnern vor, die auch bei der Neubesetzung den Schulterschluss vollzogen. Vorgeschlagen wurde Hilfert von der SPD, die keinen eigenen Kandidaten aufbot.

Dohmen wies den Anspruch des Kooperationstrios zurück, ließ dem aber nicht die erwartete Reaktion folgen. „Aufgrund Ihrer (gemeint war Hilfert) Aktivitäten letzte Woche schicken wir keinen Kandidaten ins Rennen, um ihn nicht von Ihnen demontieren zu lassen.”

Hilfert hatte tatsächlich eine Art Dorfversammlung einberufen, um die Chancen seiner Kandidatur auszuloten. „Ich hätte nicht kandidiert ohne Rückhalt aus dem Dorf”, begründete er seine Aktion. Die Rückkopplung war einhellig. Nicht so seine Wahl am Dienstag. Sieben CDU-Mitglieder stimmten gegen ihn, zwei enthielten sich. SPD, PKL, Grüne und FDP stimmten für Hilfert, der sich für deren Vertrauen bedankte.