Linnich: Bürger haben das letzte Wort zum „Hühnerholz”

Linnich: Bürger haben das letzte Wort zum „Hühnerholz”

„Wir führen hier Kriege und kämpfen Schlachten, die eigentlich schon längst beschlossen sind”, fasste Hans-Friedrich Oetjen von der SPD-Fraktion die hitzige Diskussion im Linnicher Bau- und Umweltausschusses um den umstrittenen Straßenausbau „Am Hühnerholz” in Tetz zusammen.

Dann stand der Planungsstand für den Straßenausbau, für den sich die Tetzer in einer Bürgerversammlung entschieden hatten, im Dezember bereits fest, hatte die PKL-Fraktion dafür gesorgt, dass - nach der Entscheidung vor der Entscheidung war - und die Uhren zurückgedreht.

Der ursprünglich favorisierte Plan für den Straßenausbau sah vor, auf der 180 Meter langen Straße „Am Hühnerholz” eine 5,50 Meter breite Fahrbahn und einen 1,5 Meter breiten Gehweg zu bauen. Das Problem bestand bei diesem Plan jedoch darin, dass zur Umsetzung größere Ausbauflächen als gegeben benötigt werden - einigen Grundstücksbesitzern drohte die Enteignung von Grundstücksteilen.

Die unabhängige Wählergemeinschaft PKL hatte auf die Beschwerden einiger Anwohner reagiert und die weiteren Schritte zum geplanten Straßenausbau vorübergehend zum Erliegen gebracht. Folge war eine komplette Überplanung des Straßenausbaus, die das Ingenieurbüro Dr. Jochims und Burtscheid, Düren, im Bau- und Umweltausschuss vorstellte.

Die Möglichkeit zur Flächeneinsparung bekomme man dann, wenn die Bewohner gänzlich auf einen Gehweg verzichteten, erklärte der Fachmann die Alternative. Doch gerade diese Variante sah der Ingenieur kritisch, denn auch wenn „Am Hühnerholz” eine verkehrsberuhigte Zone eingerichtet würde, die gehweglose Alternative berge Gefahren für Fußgänger und Kinder.

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