Jülich: Brückenkopf-Park: Raue Behandlung für den schlüpfrigen Floßteich

Jülich: Brückenkopf-Park: Raue Behandlung für den schlüpfrigen Floßteich

Die gerade frisch übermittelte Zahl der Besucher des zweitägigen „Flammenzaubers” gestaltete den Bilanzvergleich der Monate Juli 2011 und Juli 2010 im Jülicher Brückenkopf-Park etwas günstiger.

Bevor die E-Mail des „Flammenzauber”-Veranstalters in den Bürocontainer der Park-Gesellschaft flatterte, lag der Juli 2010 mit über 7000 Besuchern klar in Front. Die 5000 zahlenden Feuerwerksfreunde reduzierten den Unterschied auf rund 2000 Parkbesucher zu Ungunsten der laufenden Saison.

„Das war nicht der beste Monat”, stellte Heinz Horrig als Chef vom Dienst nüchtern fest, klammerte sich aber an einen anderen Zahlenvergleich von mehr Gewicht.

In der Jahresbetrachtung liegt 2011 derzeit noch mit 2000 Besuchern in Front. Einen kleinen Beitrag haben sicherlich die Halbjahresdauerkarten beigesteuert. Die gab es 2010 noch nicht. Seit Juli im Umlauf sind derzeit bereits 100 dieser Tickets verkauft worden.

Die Zahlen sind wie eine Wasseroberfläche und spiegeln wider, was sich oben am Himmel tut. Ist es trüb und regnerisch, bleiben die Menschen aus. Das Schicksal einer Freilufteinrichtung. Das nicht gerade optimale Wetter hat aber auch Gutes.

Man kann die Zeit zu Reparaturen nutzen. Das geschieht gerade am, besser im Floßteich. Die Kinderattraktion hatte im Lauf der Jahre mit Kalk und Algen bedingter Schlüpfrigkeit eine nicht ungefährliche Tücke entwickelt.

Wer nicht gut aufpasste oder zu schnell barfuß über den Steinboden oder gepflasterten Steinrand des Teichs flitzte, landete unsanft auf dem Allerwertesten.

Die Merxheimer Firma Schneider macht dem ein Ende. Nachdem das Wasser aus dem Teich gelassen worden war, wurden Becken und Rand komplett gesandstrahlt. Auf die so gereinigte Fläche kommt eine dünne Harzschich auf die wiederum ganz feiner Quarzsand aufgebracht wird.

Diese raue Oberfläche soll nackten Füßen und glatten Badesandalen nicht nur den richtigen „Griff” geben. Diese neue Struktur lässt keine Algenbildung zu und ist sogar unempfindlich gegen Kalkansatz, sagen die Sanierungsexperten.

Heute will der Trupp aus Bad Kreuznach mit den Arbeiten fertig werden und den Bauzaun abbauen. Dann lautet die Devise: Wasser rein und Füße marsch zum Praxistest, denn noch ist Sommer. Da darf man auf Sonne und fröhliche Planscherei im sicheren Floßteich hoffen.

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