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Broich: Broicher Fußballer blasen zum Protest

Broich : Broicher Fußballer blasen zum Protest

Der bislang schwelende Streit um das Einsammeln von Altpapier im Stadtgebiet Jülich beginnt offen zu lodern.

Bislang ist es nämlich nicht gelungen, die Vermittlung zwischen dem das Papier entsorgenden Unternehmen RWE Umwelt und den Vereinen voranzutreiben, die bislang gegen Entgelt das Einsammeln des Altpapiers übernommen haben.

Der neue Vertrag zwischen der Stadt Jülich und RWE ist hingegen besiegelt. Die Vereine argumentieren nun, dass sie das Geld nicht für sich, sondern für ihr soziales Engagement benötigen.

Da alle Verhandlungen bislang keinen Erfolg hatten, ruft zumindest einer der elf Vereine nun offen zum Widerstand auf: In einem Flugblatt fordert die Broicher Frankonia die Einwohner des Ortes auf, „Altpapier nicht, wie vorgesehen, am Mittwoch, 7. Januar, auf die Straße zu stellen, da diese Sammlung bereits durch die RWE durchgeführt wird.”

Damit schließlich könnten die Bürger die Bemühungen unterstützen, „eventuell doch noch Verhandlungsergebnisse zu erzielen” und damit „die Zukunft” des Fußballvereins zu sichern.

Diese Form des Protests erklärt der Broicher Fußballverein mit den an allen Ecken und Enden drohenden Finanzausfällen, die durch die Aufkündigung der bestehenden Entsorgungsverträge durch die Stadt Jülich zu erwarten sind. Zudem seien, so die Broicher Frankonia, andere finanzielle Mehrbelastungen wie etwa „die erhöhte Beteiligung an den Betriebskosten der Bürgerhalle” oder der „Pflege der Sportanlage in Eigenregie” in Rechnung zu stellen.

„Nie ernst verhandelt”

Bislang sind die offenen Fragen der Vereine an die Kommunalpolitiker zwar herangetragen worden, die damit angestoßene Diskussion hängt aber (noch) in der Schwebe. Auch RWE habe „niemals ernsthaft über neue Vereinbarungen verhandelt” und den Frankonen „noch nicht einmal ein Viertel der bisherigen Summe angeboten”. Andere Vereine, so die Frankonia, würden hingegen „durch bessere Konditionen” bevorzugt.

Erklärtes Ziel des Broicher Vereins ist es, doch noch ein vernünftiges Verhandlungsergebnis zu erreichen - und dafür bitten die Fußballer jetzt um die Unterstützung der Bevölkerung.