Jülich/Barmen: Breitband kommt nach Barmen: 160.000 Euro für ein leeres Rohr

Jülich/Barmen: Breitband kommt nach Barmen: 160.000 Euro für ein leeres Rohr

Breitband bis Barmen: In einer gemeinsam finanzierten Aktion stellen Stadt und der Kreis Düren 160.000 Euro bereit, um ein Leerrohr von Broich nach Barmen zu verlegen, in dem später eine Glasfaserleitung quasi als Datenautobahn fungiert.

Noch lässt sich nicht exakt sagen, wie schnell mutmaßlich ab 2011 die DSL-Verbindung in Barmen sein wird. Landrat Wolfgang Spelthahn denkt aber, dass sich das Tempo der Internetnutzung in seinem früheren Heimatort deutlich verbessert - von „fast nichts auf um die sechs Mbit”. Damit ist zwar immer noch nicht der erwünschte Standard von 16 Mbit erreicht - in Teilen geht es schon Richtung 32 Mbit -, aber für Barmen schon eine enorme Verbesserung.

„Der ländliche Raum hat das Problem der geringen Bevölkerungsdichte”, erklärte Spelthahn die „Zurückhaltung” der Telekommunikationsunternehmen. Sie scheuten die teuren Tiefbauarbeiten. Aus diesem Grund kommt die öffentliche Hand den Anbietern hier entgegen.

Der Kreis hat insgesamt 1,5 Millionen Euro aus Mitteln des Konjunkturpaketes II bereitgestellt. Jede kreisangehörige Kommune kann auf diese Gelder zurückgreifen, muss aber in gleicher Höhe einen Eigenanteil leisten. Von daher entfallen auf Jülich bei der geplanten Maßnahme Broich-Barmen, die in Kürze ausgeschrieben wird, 80.000 Euro.

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