In Unterzahl gelingt der Siegtreffer: Borussia Freialdenhoven schlägt Breinig mit 1:0

In Unterzahl gelingt der Siegtreffer : Borussia Freialdenhoven schlägt Breinig mit 1:0

Der Sieg von Borussia Freialdenhoven über den SV Breinig kam spät zustande. Erst in der 86. Minute traf Leo Engels. Davor und danach lieferte vor allem der Unparteiische Kim Marcel Schwarzschultz reichlich Grund für Aufreger.

Denn der keinesfalls souverän agierende Unparteiische hatte eine halbe Stunde vor Schluss Christian Kreutzer wegen einer Notbremse mit Rot vom Platz gestellt. Diese Entscheidung, ein wegen Abseits nicht gegebenes Tor und einige merkwürdige Entscheidungen – auch das Überstimmen seines Linienrichters – hinterließ einen faden Beigeschmack. Zumal die Partie ansonsten nur eine gelbe Karte hatte, da beide Mannschaften sehr fair zur Sache gingen.

Bis zum Platzverweis blieb die Spannung dem Mittelfeld vorbehalten. Die Gastgeber taten mehr für den Angriff, der SV Breinig blieb jedoch stets gefährlich. Beide Abwehrreihen hatten gut zu tun, beide Torhüter jedoch wenig. Ein Schuss von Tim Wilden ans Außennetz (45.+1) war die ganze Ausbeute des SV, für die Borussia vergab Leon Ruhrig (36.) eine sehr gute Gelegenheit. Trainer Wilfried Hannes hatte vor der Begegnung die Favoritenrolle dem SV Breinig zugesprochen.

Der Platzverweis rief jedoch eine Reaktion der Borussen hervor, mit der nicht unbedingt zu rechnen gewesen war. Denn die Hausherren übernahmen trotz Unterzahl mehr und mehr die Regie auf dem Rasen. „Das war noch mal eine Steigerung zum Spiel gegen Beeck“, freute sich Wilfried Hannes. Der Trainer konnte zuschauen, wie Yannick Kuhnke mehrfach über die rechte Seite bis vor das Tor der Gäste dribbelte, um dann nur noch von Torhüter Denis Jansen gebremst zu werden. Und Kuhnke leitete auch das Tor ein, denn sein Steilpass erreichte wie im Lehrbuch den gestarteten Leo Engels. Der war erst kurz zuvor eingewechselt worden und bewies neben Frische vor allem auch ein hohes Maß an Abgeklärtheit. In dieser Situation, im Strafraum einen Gegenspieler zu versetzen und dann auch noch den Torhüter aussteigen zu lassen, erforderte Übersicht und Mut.

Überhaupt bewies an diesem Tag der Angriff von Freialdenhoven seine Klasse, Leon Ruhrig, Yannick Kuhnke, Wolfgang Nock und Mark Szymczewski taten sich besonders hervor.

(tm)
Mehr von Aachener Zeitung