Freialdenhoven: Borussia Freialdenhoven blamiert sich in Friesdorf

Freialdenhoven: Borussia Freialdenhoven blamiert sich in Friesdorf

Die Osterstimmung war bei Borussia Freialdenhoven endgültig dahin, als die Mannschaft nach einer 0:3-Niederlage (0:1) beim FC Friesdorf die Heimreise antrat. Bis auf die Knochen blamiert, hatte die Mannschaft eine indiskutable Leistung geboten.

„Sehr pomadig“ und „nicht auf der Höhe“ waren noch die gemäßigten Ausdrücke eines sehr aufgebrachten Trainers Winnie Hannes. Gesundheitlich angeschlagen hatte sich der Trainer dennoch der Aufgabe gewidmet, in Friesdorf mit seinen Spielern Punkte zu holen.

Er musste jedoch mit ansehen, wie seine Akteure auf dem Rasen sich in allen Belangen den Gastgebern beugten. „Ich muss mich sehr, sehr lange zurückerinnern an so eine schlechte Vorstellung.“

Eine Rolle bei dem Debakel spielte Torhüter Sascha Rodemers, der bei der Führung der Gäste durch Christoph Binot (30.) und beim 2:0 durch Selcuk Alagöz (57.) keine besonders glückliche Figur machte. Der dritte Treffer durch Takahiro Higa (60.) drückte das Selbstbewusstsein der Gastgeber aus. „Wir haben einige sehr junge Spieler in der Mannschaft“, sagte Friesdorfs sportlicher Leiter Dirk Hager, „die laufen mehr, denn die wollen mehr.“

Diese Einstellung ließ Borussia Freialdenhoven auf nahezu allen Positionen vermissen. Die zahlreichen Erkrankungen in der Woche davor ließ der Trainer als Alibi nicht gelten. Im Gegenteil bescheinigte Winnie Hannes den Friesdorfern eine sehr gute Einstellung und fand den Sieg völlig in Ordnung. „Es passte heute nichts zusammen, und hinzu kamen grobe individuelle Fehler“, ärgerte sich Hannes. Auch die Einwechslungen zur Halbzeit von Kelly Ajuya und Philipp Simon brachten nichts.

„Ich bin sehr stinkig.“ Diese Gefühlsbeschreibung des Trainer war gleichzeitig ein deutliches Urteil. Hannes ließ noch offen, welche Maßnahmen und Änderungen er ergreifen wird.

(tm)
Mehr von Aachener Zeitung