Stetternich: Biber legen bei Stetternich den Ellbach trocken

Stetternich: Biber legen bei Stetternich den Ellbach trocken

Biber haben den Ellbach zwischen Stetternich und Jülich trockengelegt. Der Damm hat derartige Dimensionen, dass das gestaute Wasser ins Feld fließt. Der zuständige Wasserverband Eifel-Rur (WVER), ist bereits informiert und will, so Sprecher Marcus Seiler, „die notwendigen Schritte” in der nächsten Woche unternehmen.

Ab Montag will sich der WVER zunächst mit dem Biberexperten der Biologischen Station im Kreis Düren, Dr. Lutz Dalbeck, abstimmen. Wird man sich über die Maßnahmen einig, müssen diese vom Kreis Düren als Naturschutzbehörde genehmigt werden, erläutert Seiler.

Schließlich sei der Biber eine streng geschützte Art und seine Wiederansiedlung Anfang der 80-er Jahre zwischen Weheballtalsperre und Rur-Mündung gewollt. Dass es dabei immer wieder zu „Nutzungskonflikten” zwischen Mensch und Tier komme, sei unvermeidlich. Und bei Stetternich finde der Biber in diesem Teil des Wanderkorridors Rur „günstige Lebensbedingungen”. Auch sei es übrigens normal, dass der Ellbach immer wieder trocken falle - „nichts Ungewöhnliches”.

Zuletzt waren im April in Barmen Befürchtungen geäußert worden, dass vom Biber angenagte Stämme bei Sturm „Menschen erschlagen könnten”, Dämme bei Hochwasser zu Überflutungen führen und die Waldschäden finanziell zu Buche schlagen könnten. Robert Helgers vom Tiefbauamt der Stadt und Seiler hatten schon damals versichert, dass „stets entsprechende Maßnahmen ergriffen” würden , damit Gefährdungen ausgeschlossen werden könnten. Das erfordere schon die behördliche Verkehrsicherheitspflicht.

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