Jülich: Bezirksligisten Lich-Steinstraß und Welldorf-Güsten holen ersten Punkt

Jülich : Bezirksligisten Lich-Steinstraß und Welldorf-Güsten holen ersten Punkt

Die beiden hiesigen Bezirksligisten Lich-Steinstraß und Welldorf-Güsten starteten jeweils mit einem Remis in die Saison. Die Grün-Weißen holten ein 2:2 in Zülpich, die Germania verbuchte ein 1:1 beim Heimspiel gegen Buschbell.

Germania Lich-Steinstraß: Sie haben sich achtbar aus der Affäre gezogen und ihren Saisonauftakt zufriedenstellend gemeistert. Das 1:1 von Germania Lich-Steinstraß gegen den alten Bekannten CfR Buschbell entsprach weitestgehend den Kräfteverhältnissen auf dem ausgetrockneten Rasen im Möhnewinkel. Die erste halbe Stunde ging klar an die Gäste, die mehrmals in Torhüter Nick Jansen ihren Meister fanden, der mit blitzschnellen Reaktionen Fehler seiner Verteidiger ausbügelte. Von angreifenden Germanen war nicht viel zu sehen.

Der Umschwung begann mit zwei Lattentreffern unmittelbar hintereinander. Erst knallte Hirotsugo Kato nach der ersten gelungenen Angriffsaktion den Ball ans Gebälk, in der gleichen Spielminute prallte der Ball nach einem Freistoß von Sven Weber erneut ans Aluminium.

Diese Aktion rüttelte Lich-Steinstraß wach. In der Folge sahen die Zuschauer einige flüssig vorgetragene Angriffe. „Das war mal wieder ein Geschenk von uns an die Gäste“, war die lakonische Beschreibung von Trainer Daniel Schmitz des Führungstreffer durch Jeffrey Julia (53.). Ein völlig unnötiger und schlechter Rückpass hatte den Buschbeller in die Lage versetzt, in aller Seelenruhe einzuschieben.

Für die Moral der Germanen sprach die Reaktion, denn für den Rest der Spielzeit übernahmen die Gastgeber die Initiative auf dem Rasen. Der Ausgleich fiel nur neun Minuten später, als Björn Schneider im Strafraum von seinem Gegenspieler nur noch regelwidrig zu stoppen war. Verantwortung übernahm Sven Weber, der mit einem platzierten Elfmeter Grund zum Jubeln gab. Und auch danach dominierte Lich-Steinstraß, zumal der älteren Mannschaft von Buschbell mehr und mehr die Puste ausging.

„Mehr als verdient“, urteilte Schmitz hinterher. „Es ist klar, dass immer noch nicht alles zufriedenstellend funktionieren kann. Das liegt auch an der ungünstigen Vorbereitungsphase.“ Dem Trainer hatte das Umschaltspiel streckenweise nicht gefallen, und er sah auch Löcher im Mittelfeld, aber insgesamt war Schmitz mit der Leistung zufrieden.

Grün-Weiß Welldorf-Güsten: „Für einen Auftakt war es nicht schlecht, ich bin zufrieden, die Mannschaft hat alles umgesetzt, was wir besprochen haben“, sagte nach dem 2:2 in Zülpich der Gästetrainer, Winni Ronig. Der lediglich von einigen „kleinen individuellen Fehler“ sprach, die denn von den Gastgebern auch ausgenutzt wurden. Denn eigentlich hatten die Grün-Weißen bis zur 80. Minute das Sagen. Auch wenn sie frühzeitig in Rückstand geriet — in der 8. Minute nutzte Marco Podolski eine Unachtsamkeit bei einer Ecke — übernahm die Ronig-Truppe nach einer guten Viertelstunde das Kommando. Mehre gute Chancen wurden allerdings nicht genutzt, denn bei dem einen oder anderen Alleingang war Zülpichs Keeper auf der Hut.

Nach der Pause operierte der TuS weiterhin mit langen Bällen, aus seinem Spiel heraus kam allerdings keine Torchance zustande. Mit einem Elfmeter, den Hussein Makki sicher verwandelte (66.), kam der Gast zum 1:1, um schon fünf Minuten später mit 2:1 in Führung zu gehen. Nach einer schönen Kombination zwischen Besim Hoti und Liridon Zariqi kam der Ball zu Hussein Makki, der flach ins Ecke traf.

„Danach mussten wir auf Grund der guten Möglichkeiten noch nachlegen“, erinnerte sich Ronig. Doch per Volleyschuss traf dann der reaktivierte David Kotter für Zülpich zum 2:2-Endstand (83.). „Vor dem Spiel hätte ich ein Remis unterschrieben. Im Nachhinein ärgere ich mich ein bisschen. Aber die Punktteilung geht in Ordnung“, sagte Winni Ronig, der am Samstagabend (18.15 Uhr) auf die als Topp-Favoriten gehandelten Schwarz-Weißen aus Düren trifft.

(hfs)
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