Lich-Steinstraß: Bezirksliga: Unschöne Szene nach dem 3:3 im Möhnewinkel

Lich-Steinstraß: Bezirksliga: Unschöne Szene nach dem 3:3 im Möhnewinkel

Mit einem Kraftakt rettete Germania Lich-Steinstraß einen Punkt gegen den angereisten FC Rheinsüd Köln. Beide Mannschaften trennten sich auf dem Spielfeld 3:3 (2:1), nach dem Spiel mit einigem unschönen Gerangel.

Warum der Kölner Leonard Backhaus ausrastete und einem Spieler der Germania aus vollem Lauf in die Rippen sprang, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Die angespannte Situation bedurfte des Einsatzes der Kölner wie der Jülicher Spieler. Damit entlud sich eine Atmosphäre, die sich über 90 Minuten aufgebaut hatte. Mit dafür verantwortlich war auch Schiedsrichter Rene Heinen, der mit seinen Entscheidungen — zeitweise gegen seine Linienrichter — für Verunsicherung unter den Spielern und Unmut unter den Zuschauern gesorgt hatte.

Mit der käpferischen Leistung

Die Kölner Gäste hatten ihre erste Chance genutzt und waren durch Niklas Hauck in Führung gegangen (7.). Als Mark Hebbeker auf 0:2 erhöhte (36.), schien das Schicksal besiegelt. Felix Keppel weckte mit seinem Anschlusstreffer (43.) Hoffnung zur Pause, die jedoch unmittelbar nach Wiederanpfiff durch das 1:3 von Wilco Weber-Vierlinden zunichte gemacht wurde.

Aber über den Kampf kam die Germania zurück. Mit dem 2:3 durch Seyit Ceylan (60.) brach eine temporeiche und spannende halbe Stunde an. Erst vier Minuten vor dem Ende erlöste Thomas Mudrack mit seinem Kopfball-Treffer Germanias Mannschaft und Trainer. „Ein erkämpfter Punkt“, gestand Jasko Coralic hinterher. „Köln hat unsere Fehler gnadenlos ausgenutzt, weil wir nicht so konzentriert waren. Aber die Jungs haben das auf dem Boden sehr gut gemacht. Und ich habe Respekt vor der kämpferischen Leistung der Mannschaft.“

Gekämpft wurde heftig auf dem Rasen. Acht gelbe Karten waren nicht außergewöhnlich, spiegelten aber auch den Einsatz wieder, um den es in diesem Spiel ging.

(tm)
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